Munich Startup
Hula Earth: 1,6 Millionen Euro in Pre-Seed-Finanzierung

Hula Earth: 1,6 Millionen Euro in Pre-Seed-Finanzierung

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

21. November 2024

3 Min. Lesezeit

Hula Earth macht Artenvielfalt und Natur mit Hilfe von Sensoren und Satelliten messbar. Das Startup, das 2023 von Florian Geiser und David Schmider gegründet wurde, schließt nun erfolgreich eine Pre-Seed-Finanzierung über 1,6 Millionen Euro ab. Das frische Kapital soll für die Expansionspläne des Münchner Startups eingesetzt werden. Angeführt wird die Runde von Point Nine Capital, mit Beteiligung von Climate Founders, Partners in Clime, WithEarth und namhaften Unternehmern wie Lawrence Leuschner (Tier Mobility), Kilian Kaminsky (Refurbed), Florian Hildebrand (Greenlyte Carbon Technologies) und Markus Linder (Zoovu). Außerdem unterstützt die Europäische Weltraumorganisation (ESA) das Projekt offiziell. Florian Geiser, Mitbegründer und CEO von Hula Earth, betont den zukunftsweisenden Ansatz seines Unternehmens:

„Mehr als die Hälfte des globalen BIP hängt von der Natur ab. Nur wenn wir den Zustand der Natur mit vor Ort erfassten Daten überwachen und auf einen zukunftssicheren Zustand hinarbeiten, können wir den Zugang zu Ökosystemleistungen sowie die Nahrungs- und Arzneimittelsicherheit für künftige Generationen sicherstellen.“

Hula Earth macht manuelle Datenerfassung überflüssig

Hula Earth arbeitet mit einem zweiteiligen Überwachungssystem:

  • Zum einen mit einem Netzwerk von proprietären intelligenten Sensoren (BioT-Geräte), die automatisch Umweltdaten und bioakustische Aufzeichnungen sammeln und in der Lage sind, über 6.000 verschiedene Arten zu identifizieren. Und
  • zum anderen mit einer innovativen Integration von Bodendaten mit Satellitenbildern, die umfassende Einblicke in die biologische Vielfalt ermöglicht.

Dieses System macht manuelle Datenerfassung überflüssig und darüber hinaus eine Skalierbarkeit für große Gebiete möglich. Besonders für Unternehmen aus den Bereichen der Lebensmittelproduktion, Kosmetikherstellung und Infrastruktur ist die Hula-Technologie interessant, denn sie können damit die Umweltauswirkungen in ihrer gesamten Wertschöpfungskette verfolgen, Geschäftsrisiken durch verbessertes Biodiversitätsmanagement reduzieren und datengestützte Entscheidungen zur Nachhaltigkeit treffen.

„Bislang fehlte es an skalierbaren Lösungen“

Pawel Chudzinski von Point Nine Capital, sagt dazu:

„Der Verlust der biologischen Vielfalt ist eine der entscheidenden Herausforderungen unserer Generation. Wir sind überzeugt, dass innovative Technologie Organisationen dabei helfen kann, ihre Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu messen und zu verwalten, aber bislang fehlte es an skalierbaren Lösungen. Der Ansatz von Hula, Hardware- und Softwaretechnologien in einer integrierten Plattform zur Überwachung der biologischen Vielfalt zu kombinieren, hat uns beeindruckt. Wir freuen uns, das Team hinter Hula bei seiner wichtigen Aufgabe unterstützen zu können.“

Und Florian Geiser ergänzt:

„Glücklicherweise optimieren viele Unternehmen mit Landnutzung bereits die Biodiversität, um die Klimaresistenz und die Qualität der Ernte zu erhöhen. Die Nachfrage nach Primärdaten steigt rapide an, nicht nur aufgrund neuer Berichtsanforderungen.“

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