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KfW-Gründungsmonitor 2019: Zahl der Existenzgründer kaum verändert

KfW-Gründungsmonitor 2019: Zahl der Existenzgründer kaum verändert

Sandra Ohse

Sandra Ohse

Sandra Ohse hat bisher als Redakteurin für eine bekannte Computer-Zeitschrift über die neuesten technischen Innovationen berichtet. Nun freut sie sich darauf, in die Welt der Startups einzutauchen, kreative Köpfe kennenzulernen und sie auf ihrem Weg redaktionell zu begleiten.

1. Juli 2019

2 Min. Lesezeit

KfW-Gründungsmonitor 2019: Die sinkenden Existenzgründerzahlen haben sich stabilisiert. Sie sind im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 2 Prozent gefallen.

Beim KfW-Gründungsmonitor handelt es sich um eine repräsentative Studie, die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durchgeführt wird und das Gründungsgeschehen in Deutschland abbildet. Hierfür werden jährlich 50.000 Personen telefonisch befragt.

Ist ein Ende des Abwärtstrends in Sicht?

Zwischen den Jahren 2016 und 2017 sanken die Existenzgründerzahlen von 672.000 auf 557.000 um rund 17,11 Prozent. Dieser Negativtrend hat sich nun deutlich verlangsamt. So begannen 2018 547.000 Menschen eine selbstständige Tätigkeit. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr lediglich einen Rückgang von 2 Prozent. Grund hierfür könnte die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2018 sein.

KfW-Gründungsmonitor 2019: Steigende Gründungstätigkeit bei Frauen

Aber auch der steigenden Gründungstätigkeit von Frauen könnte diese positive Entwicklung geschuldet sein. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil weiblicher Existenzgründungen um 4 Prozent auf rund 216.000 an. Der Hauptgrund für den Start eines eigenen Unternehmens ist für Frauen „Unabhängigkeit“ (49 Prozent), gefolgt von „ein höheres Einkommen“ (15 Prozent) sowie „Geschäftsidee“ (13 Prozent).

Männliche Existenzgründungszahlen sinken

Die Zahl männlicher Gründer ist hingegen rückläufig. So wagten im Jahr 2018 nur noch 331.000 den Start in eine selbständige Tätigkeit. Das sind 5 Prozent weniger als noch im Jahr 2017. Auch die Gründe für die Gründung eines neuen Unternehmens sind anders gewichtet als bei den Frauen. So geben nur 35 Prozent der männlichen Existenzgründer „Unabhängigkeit“ an. Dafür spielt das Argument „Höheres Einkommen“ mit 27 Prozent eine vergleichsweise wichtigere Rolle. Und auch der Punkt „Geschäftsidee“ hat mit 20 Prozent mehr Gewicht in dieser Gruppe.

Verteilung der Existenzgründungen nach Bundesländern

Die Rangliste der Bundesländer mit den meisten Existenzgründungen führt nach wie vor die Hauptstadt Berlin mit 193 pro 10.000 Erwerbstätigen an. Hamburg folgt weiterhin mit 146 Gründern auf Platz 2. Neu auf Platz 3: Brandenburg. Das Bundesland profitiert von der Nähe zu Berlin und kann sich mit einer Zahl von 134 von Platz 8 auf Platz 3 vorarbeiten. Bayern bleibt mit 126 auf Platz 4 im gesamtdeutschen Vergleich.

Die vollständige Studie gibt es hier

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