Munich Startup
Mastercard steckt Millionenbetrag in Ryd

Mastercard steckt Millionenbetrag in Ryd

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

25. Januar 2020

2 Min. Lesezeit

Das Münchner IoT/Fintech-Startup Thinxnet konnte Mastercard und einen Premium-Automobilhersteller aus Süddeutschland als strategische Investoren für sein Produkt Ryd gewinnen. Die Finanzierungsrunde für den europäischen Rollout brachte einen zweistelligen Millionenbetrag. Zudem gab das Unternehmen die Zusammenarbeit mit Paypal bekannt.

Mit Ryd (ehemals Tanktaler) bietet Thinxnet eine ganze Reihe Tools zum eigenen Auto. Eine kleine Box, die der Kunde im Wagen ansteckt, sammelt selbstständig Daten zum Standort des Autos, dem Batteriezustand, Kilometerstand und vielem mehr. So können auch ältere Fahrzeuge zum Connected Car aufgerüstet werden, was dem Besitzer einige Vorteile bringt. Die Technologie ermöglicht es unter anderem, das Auto gegen Diebstahl zu sichern, mobil an der Tankstelle zu bezahlen, ein digitales Fahrtenbuch zu führen, Abschlepp- oder Pannendienste zu rufen und die Autobatterie zu checken. Um die Funktionen zu nutzen müssen die VerbraucherInnen zudem die Ryd-App auf ihrem Smartphone installieren.

Internationale Expansion von Ryd

Mit den Investitionen von Mastercard und dem namentlich nicht bekannten Autobauer will Thinxnet, das neben Deutschland auch bereits in Österreich und der Schweiz aktiv ist, sein Angebot weiter internationalisieren. In einem nächsten Schritt soll Ryd in die BeNeLux-Staaten sowie nach Spanien und Portugal gebracht werden. Bis 2024 soll die mobile Bezahlfunktion EU-weit direkt an der Zapfsäule verfügbar sein.

Neben dem Geld erhalten die Gründer aber auch wertvolles Knowhow von ihren neuen Investoren – besonders für das mobile Bezahlen an der Tankstelle. Oliver Götz, Gründer und Executive Chairman von ThinxNet sagt:

„Die Kombination aus Technologieunternehmen im internationalen Zahlungsverkehr und Automobilhersteller bringt die optimalen Voraussetzungen für ein starkes Wachstum von Ryd Pay.”

Kooperation mit Paypal

Darüber hinaus gab Thinxnet bekannt, mit Paypal eine weitere Bezahlmethode in die Ryd-App zu integrieren. Bisher konnten NutzerInnen nur Kreditkarten von Visa und Mastercard in der Anwendung hinterlegen. Johannes Martens, CEO von Ryd, erklärt:

„Durch die Integration von PayPal als Zahlungsmittel ermöglichen wir noch mehr Menschen Zugang zum schnellen Bezahlen an der Tankstelle.“

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