Munich Startup
11 Millionen Euro für Twaice

11 Millionen Euro für Twaice

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

1. April 2020

2 Min. Lesezeit

Abseits von Corona gibt es auch noch erfreuliche Nachrichten zu vermelden. So kann sich Twaice über eine erfolgreiche Series A-Finanzierungsrunde in Höhe von 11 Millionen Euro freuen. Der europäische Frühphasen-Investor Creandum investiert gemeinsam mit den Bestandsinvestoren Cherry Ventures, UVC Partners und Speedinvest in das Münchner Technologieunternehmen.

„Wir freuen uns, dass wir mit Creandum einen internationalen und anerkannten Investor an Bord haben. Sie teilen unsere Vision einer Analytikplattform für E-Mobilität und erneuerbare Energien“,

kommentiert Twaice-Mitgründer und Geschäftsführer Michael Baumann das aktuelle Investment.

Damit konnte Twaice überzeugen

Die Twaice-Software erstellt einen digitalen Zwilling von Akkusystemen. Über ihn lassen sich in Echtzeit Analysen und Voraussagen zum „Gesundheitszustand“ jedes Energiespeichers treffen. Durch die Nutzung von Felddaten in Kombination mit analytischen und datengetriebenen Batteriemodellen will Twaice nicht nur den Kreis zwischen Produktentwicklung und -anwendung schließen, sondern auch vorausschauende Wartung und Gewährleistungsverlängerung ermöglichen. Die Kunden sollen mit der Twaice-Software genauere Kenntnisse über die Abläufe in den Batterien während des Gebrauchs erhalten. Auf diese Weise sollen Betreiber elektrischer Fahrzeugflotten ihre Betriebskosten durch vorrauschauende Wartung senken und eine Lebensdauerverlängerung um bis zu 25 Prozent erreichen können.

„Der Markt honoriert, dass wir uns zum Ziel gesetzt haben, das global führende Team für Batterieanalytik aufzubauen“,

meint Stephan Rohr, Mitgründer und Geschäftsführer von Twaice. Das Unternehmen konnte sich nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren als Marktführer für Batterieanalytik etablieren.

Beeindruckt von der tiefen Batteriefachkenntnis des Twaice-Teams

Peter Specht, Principal bei Creandum, erkennt ebenfalls ein großes Potential im Münchner Startup:

„Mit der rasch zunehmenden Elektrifizierung im Mobilitäts- und Energiesektor steht der Batteriemarkt an einem Wendepunkt. Die vorausschauende Analyselösung von Twaice erschliesst enormen Wert über den gesamten Batterie-Lebenszyklus. Wir waren beeindruckt von der tiefen Batteriefachkenntnis des Teams, der Rafinesse ihrer Analyseplattform und der schnell wachsenden Kundennachfrage. Wir sind begeistert, das Team auf seinem Weg zu weiteren Größenordnungen zur weiteren Skalierung und Expansion in neue Märkte zu unterstützen.“

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