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Jeder vierte freie Erfinder kommt aus Bayern

Jeder vierte freie Erfinder kommt aus Bayern

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

11. November 2022

2 Min. Lesezeit

Freie ErfinderInnen tragen mit ihren Entwicklungen signifikant zu Innovationen bei. Beispiele für Produkte freier Erfinderinnen und Erfinder sind Spreizdübel, Schraubstollenschuh und der Airbag. Im vergangenen Jahr gingen mehr als 2.500 Patentanmeldungen auf das Konto unabhängiger EntwicklerInnen, so das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA).

Der übergroße Anteil von knapp 93 Prozent der freien ErfinderInnen sind Männer. Beinahe vier von zehn Patentanmeldungen sind dem Maschinenbau zuzurechnen. Unter freien Erfinderinnen und Erfindern versteht das DPMA Personen, die Patentanmeldungen im eigenen Namen und unabhängig von Unternehmen oder Forschungseinrichtungen einreichen.

„Freie Erfinderinnen und Erfinder haben immer wieder wegweisende Akzente gesetzt“

Gegenüber dem Jahr 2020 ist die Zahl der Patentanmeldungen aus der freien Erfinderschaft im vergangenen Jahr um gut 9 Prozent gesunken. Allerdings waren die Zahlen 2020 – offenbar Pandemie-bedingt – entgegen dem langfristigen Trend gestiegen. Das dürfte vor allem auf den damals auffälligen Anstieg an Anmeldungen in den Bereichen Gesichtsmasken und Schutzkleidung zurückzuführen sein. Die Zahl der Anmeldungen freier Erfinderinnen und Erfinder in 2021 knüpft nun an die Entwicklung vor Corona an, in der ein stetiger Rückgang zu beobachten war.

„Spreizdübel, Schraubstollenschuh, Airbag – freie Erfinderinnen und Erfinder haben mit ihren Patentanmeldungen in der deutschen Wirtschaftsgeschichte immer wieder wegweisende Akzente gesetzt. Sie sind und bleiben ein wichtiger Teil unserer Innovationslandschaft“,

sagt DPMA-Präsidentin Cornelia Rudloff-Schäffer.

Hinter Bayern mit 630 Anmeldungen liegen im Bundesländer-Ranking Nordrhein-Westfalen mit 455 Anmeldungen und Baden-Württemberg mit 422 angemeldeten Patenten. Legt man die Anmeldezahlen auf je 100.000 Einwohner um, dann führt ebenfalls Bayern mit 4,8 Anmeldungen vor Baden-Württemberg mit 3,8 und Rheinland-Pfalz sowie Hamburg mit jeweils 3,5 Patentanmeldungen pro 100.000 Einwohner.

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