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Omegga erhält Förderung von EIC Accelerator

Omegga erhält Förderung von EIC Accelerator

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

19. März 2024

2 Min. Lesezeit

Die Gewinnerteams des EIC Accelerator wurden in einem wettbewerbsintensiven Verfahren ausgewählt. Von den insgesamt 1.083 eingereichten Anträgen wurden 242 Unternehmen von einer Jury aus erfahrenen InvestorInnen und UnternehmerInnen befragt. Am Ende fiel die Entscheidung auf 42 europäische Startups, sieben davon aus Deutschland und mit Omegga eines aus München.

Nicht-invasive Lösung zur Geschlechterbestimmung von Hühnerembryonen

Omegga ist ein Biotech-Unternehmen, das mit seiner In-Ovo-Sexing-Technologie das ethische Dilemma in der Geflügelindustrie lösen will. Milliarden von männlichen Küken werden weltweit getötet, da sie für die Industrie weder zum Eier legen noch als Fleischlieferant von Interesse sind. Anfang 2022 wurde das routinemäßige Kükentöten in Deutschland verboten. Omegga setzt mit seiner Technologie bereits vor dem Ausbrüten an: Eine rein optische, nicht-invasive Lösung soll das Geschlecht von Hühnerembryonen bestimmten – und zwar vor dem siebten Bruttag, dann ist das sensorische Empfinden des Hühnerembryos noch nicht entwickelt. Auf LinkedIn schreibt das Unternehmen dazu:

„Unsere Mission ist klar: Wir wollen der Praxis des Aussortierens männlicher Küken weltweit ein Ende setzen, und zwar mit der frühesten (vor dem siebten Tag), wirtschaftlichsten und nicht-invasiven Technologie zur Geschlechtsbestimmung von Hühnerembryonen auf der Grundlage von KI-gestützter Spektroskopie.“

Das Münchner Startup wird mit einer Summe in Höhe von 2,4 Millionen Euro gefördert.

285 Millionen Euro an Finanzmitteln

Insgesamt werden die 42 ausgewählten Unternehmen bis zu 285 Millionen Euro an Finanzmitteln erhalten. Die überwiegende Mehrheit der ausgewählten Unternehmen erhält die Option der Mischfinanzierung, also eine Kombination aus Zuschüssen und Kapitalbeteiligungen. Die Kapitalbeteiligungen werden über den EIC-Fonds getätigt, der speziell für EIC-Accelerator-Unternehmen eingerichtet wurde und weitere InvestorInnen anziehen soll, um die Gesamtinvestitionen im Durchschnitt auf das Dreifache der EIC-Investitionen zu erhöhen.

In den meisten Fällen werden die Unternehmen die Zuschüsse innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate erhalten, während die ersten Investitionsentscheidungen innerhalb von zwei Monaten getroffen werden, je nach Dringlichkeit des Bedarfs der Unternehmen. Weitere 193 Anträge, die in der Fernbewertungsphase alle Kriterien erfüllten und von der EIC-Jury positiv bewertet wurden, für die jedoch keine ausreichenden Finanzmittel zur Verfügung standen, erhalten ein Exzellenzsiegel, um ihnen bei der Suche nach alternativen Finanzierungsquellen zu helfen, unter anderem aus dem Konjunktur- und Resilienzfonds und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

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