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Startup-Glossar: Von A bis Z

goerbing

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27. Juni 2026

1 Min. Lesezeit

Der Einstieg in die Gründerszene gleicht oft dem Erlernen einer neuen Sprache. In Gesprächen mit KapitalgeberInnen, bei der Produktentwicklung oder im Austausch mit Förderstellen tauchen ständig englische Fachbegriffe und Abkürzungen auf. Die folgende Übersicht schlüsselt die zentralen Begriffe verständlich auf und ordnet das gesamte Vokabular für GründerInnen, InvestorInnen und das Startup-Ökosystem in alphabetischer Reihenfolge.

  • A/B Testing: Ein experimentelles Verfahren, bei dem zwei Versionen einer Webseite oder App direkt miteinander konkurrieren. Nutzende erhalten zufällig Variante A oder B, um anhand von realen Daten zu messen, welche Option eine höhere Konvertierungsrate erzielt.
  • Acquisition (Nutzerakquise): Der strategische Prozess, neue AnwenderInnen über gezielte Marketingkanäle für das Produkt zu gewinnen. Im MVP-Stadium steht hierbei meist das organische Wachstum oder gezieltes Performance-Marketing im Vordergrund.
  • Accelerator: Ein zeitlich begrenztes, meist intensives Programm von wenigen Monaten, das junge Startups durch gezieltes Mentoring, Workshops und Kontakte zu InvestorInnen schneller wachsen lässt.
  • Agile Entwicklung: Eine iterative Methode der Produktentwicklung. Statt monatelang im Verborgenen an einer perfekten Software zu bauen, werden in kurzen Zyklen funktionierende Zwischenschritte entwickelt, getestet und optimiert.
  • Airtable: Ein visuelles No-Code-Werkzeug, das die einfache Benutzeroberfläche einer Tabellenkalkulation mit der relationalen Leistungsfähigkeit einer Datenbank verbindet. Häufig bildet das Tool das Fundament (Backend) von Baukasten-Architekturen.
  • Angel Investor (Business Angel): Erfahrene PrivatinvestorInnen, die eigenes Kapital in sehr frühen Unternehmensphasen bereitstellen. Neben finanziellen Mitteln unterstützen sie Startups mit Branchen-Know-how und ihrem persönlichen Netzwerk.
  • API (Application Programming Interface): Eine digitale Schnittstelle, die den automatisierten Datenaustausch und die Kommunikation zwischen verschiedenen Softwareanwendungen ermöglicht.
  • App (Application): Eine browserbasierte Web-Anwendung oder eine native, speziell für mobile Betriebssysteme entwickelte Software, die oft das Kernprodukt des Startups darstellt.
  • Asset Deal: Eine Form der Unternehmensübernahme, bei der Wirtschaftsgüter wie Software, Markenrechte oder Kundenstämme einzeln übertragen werden. Dieses Verfahren ist häufig bei Restrukturierungen oder dem Verkauf von bereits validierten Prototypen relevant.
  • Auto-Churn: Der automatische oder unbewusste Verlust von KundInnen, beispielsweise durch abgelaufene Kreditkarten bei Abonnement-Modellen. Die allgemeine Churn-Rate misst den prozentualen Nutzerabgang in einem festen Zeitraum.
  • B2B (Business to Business): Ein Geschäftsmodell, bei dem sich das Angebot an andere Unternehmen als Kunden richtet. Es zeichnet sich meist durch höhere Vertragswerte, aber auch längere Vertriebszyklen aus.
  • B2C (Business to Consumer): Ein Modell, bei dem Privatpersonen die direkten Endkunden des Startups bilden, was meist große Märkte, aber auch einen höheren Marketingaufwand bedeutet.
  • Backend: Der für den Endnutzer unsichtbare Teil einer Anwendung. Hier liegen die Datenbanken, Serverstrukturen und die eigentliche Programmlogik.
  • Bootstrapping: GründerInnen finanzieren das Unternehmen in der Anfangsphase ausschließlich aus eigenen Mitteln oder den laufenden Einnahmen. Externe InvestorInnen werden bewusst vermieden, um die volle Unabhängigkeit und alle Geschäftsanteile im eigenen Team zu behalten.
  • Bridge Loan (Brückenfinanzierung): Ein kurzfristiges, meist höher verzinstes Darlehen, das eine temporäre Liquiditätslücke zwischen zwei regulären Finanzierungsrunden überbrückt.
  • Bubble: Eines der technologisch mächtigsten No-Code-Tools zur visuellen Programmierung von komplexen Webanwendungen inklusive integrierter Datenbank und Workflow-Logik.
  • Build-Measure-Learn: Der fundamentale Feedback-Kreislauf des Lean-Startup-Ansatzes. Er besagt, dass Teams einen Prototyp bauen, dessen Nutzerdaten messen, daraus lernen und das Produkt fortlaufend anpassen sollen.
  • Burn Rate: Der monatliche Netto-Kapitalverbrauch eines Startups. Die Kennzahl gibt an, wie viel Geld der Betrieb jeden Monat für laufende Ausgaben benötigt, bevor ein positiver Cashflow entsteht.
  • Business Model (Geschäftsmodell): Die grundlegende Struktur, wie ein junges Unternehmen Wert schafft, liefert und Erlöse erzielt. Zu den klassischen Modellen zählen Abonnements (Subscriptions), Marktplätze oder Software-as-a-Service (SaaS).
  • Business Plan: Ein schriftliches Dokument, das die Geschäftsidee, die Marktstrategie, finanzielle Prognosen und Risiken detailliert zusammenfasst. Er dient vor allem als formelle Basis für Bankgespräche oder Förderanträge.
  • CAC (Customer Acquisition Cost): Die rechnerischen Gesamtkosten, die anfallen, um einen einzelnen neuen Kunden zu gewinnen. Sie setzen sich aus allen Marketing- und Vertriebsaufwänden eines Zeitraums geteilt durch die Zahl der NeukundInnen zusammen.
  • Cap Table: Eine detaillierte Übersicht, die die Eigentumsverhältnisse an einem Startup dokumentiert. Die Tabelle listet exakt auf, welche Anteile bei den Gründenden, Angestellten oder InvestorInnen liegen.
  • Churn Rate: Die Kundenabwanderungsquote innerhalb eines festen Zeitraums. Sie gibt an, wie viel Prozent der bestehenden Nutzerschaft einen Dienst kündigen oder ein Produkt nicht mehr nutzen.
  • Cloud Computing: Die Bereitstellung von IT-Infrastruktur über das Internet. No-Code-Tools basieren vollständig auf der Cloud, sodass sich GründerInnen nicht um Serverwartung kümmern müssen.
  • COGS (Cost of Goods Sold): Die direkten Herstellungs- oder Bereitstellungskosten eines Produkts. Die Kennzahl ist elementar für die Berechnung der Unit Economics und der Bruttomarge.
  • Conversion Rate: Der Anteil der BesucherInnen einer Website oder App, die eine gewünschte Aktion ausführen, wie etwa die Registrierung für eine Testphase.
  • Convertible Note (Wandeldarlehen): Ein Darlehensvertrag, bei dem InvestorInnen dem Startup Kapital leihen, das zu einem späteren Zeitpunkt – meist im Rahmen der nächsten großen Finanzierungsrunde – in echte Unternehmensanteile umgewandelt wird.
  • Corporate Venture Capital (CVC): Strategische Investitionen durch spezialisierte Tochtergesellschaften von etablierten Großkonzernen, die neben der finanziellen Rendite auch technologische Synergien anstreben.
  • Crowdfunding: Eine gemeinschaftliche Kapitalbeschaffung über digitale Plattformen, bei der viele Einzelpersonen ein Projekt mit jeweils kleineren Geldbeträgen finanzieren.
  • Customer Development: Der systematische Prozess, Kundenbedürfnisse durch qualitative Befragungen und Verhaltensbeobachtungen tiefgehend zu verstehen, noch bevor große Ressourcen in die Programmierung fließen.
  • Dashboard: Eine visuelle Benutzeroberfläche, die komplexe Datenströme, Kennzahlen oder Nutzeraktivitäten komprimiert und leicht verständlich darstellt.
  • Data Validation: Ein Prozess, der sicherstellt, dass die vom Nutzer eingegebenen Daten korrekt und sauber formatiert sind, um Fehler im System zu vermeiden.
  • Datenmodell: Die logische Struktur, wie Daten innerhalb einer Anwendung organisiert, gespeichert und miteinander verknüpft sind.
  • Design Thinking: Ein systematischer Ansatz zur Ideenfindung, der die Wünsche und Probleme der späteren EndanwenderInnen in das Zentrum des gesamten Entwicklungsprozesses rückt.
  • Digitaler Klebstoff: Umgangssprachliche Bezeichnung für Automatisierungstools wie Make oder Zapier, die Daten nahtlos zwischen isolierten No-Code-Tools hin- und hertransportieren.
  • Dilution (Verwässerung): Die prozentuale Verringerung der eigenen Unternehmensanteile einer GründerIn, sobald im Zuge einer neuen Finanzierungsrunde frische InvestorInnen an Bord geholt werden.
  • Distressed M&A: Der Verkauf oder die Übernahme von Unternehmen und Technologie-Werten in einer Krisen- oder Insolvenzsituation. Auch für scheiternde Startups relevant, deren entwickelte Software einen bleibenden Wert darstellt.
  • Due Diligence (DD): Die eingehende Prüfung eines Startups durch potenzielle InvestorInnen vor dem Abschluss eines Beteiligungsvertrags. Untersucht werden die Finanzen, Verträge, die rechtliche Situation und die technologische Basis.
  • Early Adopter: Die erste Nutzergruppe, die ein neues, unfertiges Produkt trotz kleinerer Fehler begeistert nutzt, weil der Leidensdruck bezüglich des gelösten Problems besonders hoch ist.
  • E-Commerce: Der digitale Vertrieb und Verkauf von physischen oder digitalen Produkten über das Internet.
  • Elevator Pitch: Die prägnante Vorstellung einer Geschäftsidee, die darauf ausgelegt ist, das zugrundeliegende Modell innerhalb von ein bis zwei Minuten verständlich zu erklären und erstes Interesse zu wecken.
  • Equity: Das Eigenkapital oder die echten Anteile an einer Gesellschaft, die im Austausch für Investitionssummen an KapitalgeberInnen abgegeben werden.
  • EXIST-Gründerstipendium: Ein staatliches Förderprogramm zur Absicherung des Lebensunterhalts von Studierenden, AbsolventInnen und WissenschaftlerInnen bei forschungsnahen Ausgründungen aus den Hochschulen.
  • Exit Strategy: Der langfristige Plan der GründerInnen und InvestorInnen, ihre Anteile mit Gewinn zu veräußern. Dies geschieht meist über den Verkauf an einen größeren Konzern (M&A) oder über einen Börsengang (IPO).
  • Founders Agreement: Ein rechtlich bindender Vertrag zwischen den Gründenden. Er regelt die Verteilung der Geschäftsanteile, die jeweiligen Verantwortungsbereiche und die Pflichten beim Ausscheiden eines Partners.
  • Fractional Founder: Ein wachsender Trend in der Gründerszene, bei dem GründerInnen mehrere Projekte gleichzeitig oder in Teilzeit betreuen, um Kompetenzen und Risiken aufzuteilen.
  • Framer: Ein modernes No-Code-Design- und Publishing-Tool, mit dem sich visuell beeindruckende, stark animierte Webseiten direkt aus einem Design-Interface heraus erstellen lassen.
  • Freemium: Ein Mischmodell, bei dem die Basisversion einer Software dauerhaft kostenlos bleibt, während erweiterte Funktionen oder Kapazitäten bezahlt werden müssen.
  • Frontend: Die visuelle Benutzeroberfläche einer App oder Website, mit der der Nutzer direkt interagiert.
  • Freelancer: Selbstständige DienstleisterInnen, die von Startups in der Anfangsphase flexibel für Teilprojekte gebucht werden, um feste Personalkosten zu sparen.
  • FlutterFlow: Ein visuelles No-Code-Entwicklungstool für native mobile Apps, das auf Googles Flutter-Framework basiert und sauberen, exportierbaren Code generiert.
  • Glide: Ein intuitives No-Code-Tool, das strukturierte Daten aus Tabellen innerhalb kürzester Zeit in optisch ansprechende Web- oder Mobile-Apps verwandelt.
  • Go-to-Market-Strategie (GTM): Der konkrete Maßnahmenplan für die Markteinführung eines neuen Produkts. Er regelt die Preisgestaltung, die Vertriebskanäle und die werbliche Ansprache der Zielgruppe.
  • Growth Hacking: Ein datengetriebener Marketingansatz, der mit unkonventionellen, oft kostengünstigen Software-Experimenten versucht, das Nutzerwachstum und die Kundenbindung in kurzer Zeit massiv zu steigern.
  • Hypothesis (Hypothese): Eine unbewiesene, strategische Annahme über den Marktbedarf, das Kundenverhalten oder die Funktionsweise einer Lösung, die im Rahmen von Experimenten überprüft werden muss.
  • Incubator (Inkubator): Eine unterstützende Organisation, die junge Teams oft über einen längeren Zeitraum von ein bis zwei Jahren mit Infrastruktur, Räumen und Beratung in einer sehr frühen Phase begleitet.
  • Insolvenz: Die rechtliche Situation bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung. Moderne Restrukturierungsinstrumente erlauben in dieser Phase jedoch auch eine gezielte Sanierung für einen anschließenden Neustart.
  • IPO (Initial Public Offering): Der klassische Börsengang eines Unternehmens, bei dem Aktien erstmals öffentlich an einem geregelten Markt zum Verkauf angeboten werden.
  • Iteration: Die wiederholte, schrittweise Anpassung und Optimierung eines Produkts oder Prozesses auf Basis von realem Nutzerfeedback und gesammelten Daten.
  • Iteratives Vorgehen: Der Prozess des schrittweisen Vorankommens. Man baut eine einfache Version, misst die Ergebnisse, lernt daraus und verbessert das Produkt in der nächsten Runde.
  • Joint Venture: Eine strategische Zusammenarbeit von zwei oder mehr unabhängigen Unternehmen, die zu diesem Zweck ein neues, gemeinsames Unternehmen gründen.
  • JUVE: Das führende Branchenmedium für den Rechts- und Wirtschaftssektor in Deutschland, das regelmäßig über bedeutende Deals, Restrukturierungen und Marktveränderungen berichtet.
  • KPI (Key Performance Indicator): Eine messbare Leistungskennzahl, die den Erfolg, die Leistung oder die wirtschaftliche Gesundheit eines Startups abbildet.
  • Landingpage: Eine minimalistische, optimierte Webseite, die darauf ausgelegt ist, Besucher zu einer einzigen bestimmten Handlung zu bewegen, wie etwa die Eintragung in eine Warteliste.
  • Lean Startup: Eine von Eric Ries entwickelte strukturierte Methode zum Unternehmensaufbau. Sie stellt das kontinuierliche, schnelle Lernen und frühe Produkttests über starre, langfristige Businesspläne, um Risiken im Vorfeld zu minimieren.
  • Low-Code: Im Gegensatz zu No-Code erlaubt Low-Code das visuelle Bauen von Software, bietet jedoch explizit die Möglichkeit, an kritischen Stellen eigenen Programmiercode einzufügen, um Limitierungen zu umgehen.
  • LTV (Lifetime Value): Der geschätzte Gesamtumsatz oder Deckungsbeitrag, den ein Kunde über die gesamte Dauer der Geschäftsbeziehung für das Unternehmen generiert.
  • M&A (Mergers & Acquisitions): Der Oberbegriff für Fusionen von Unternehmen oder den strategischen Kauf und Verkauf von Firmenanteilen.
  • Make (ehemals Integromat): Ein führendes visuelles Automatisierungstool, mit dem sich komplexe logische Workflows und Datenströme zwischen Hunderten von verschiedenen Softwareanwendungen ohne Code einrichten lassen.
  • Market Size: Die Dimension des Zielmarktes, berechnet über die Stufen TAM (Gesamtmarkt), SAM (erreichbarer Markt) und SOM (realistisch gewinnbarer Marktanteil).
  • Marktplatz-Modell: Ein Geschäftsmodell, bei dem eine Plattform Angebot und Nachfrage vermittelt. No-Code-Marktplätze erfordern eine saubere und strikte Trennung von Käufer- und Verkäufer-Datenbanken.
  • Maturity Wall: Der symbolische Punkt in der Entwicklung, an dem die bestehende Infrastruktur an technische oder funktionale Grenzen stößt und skaliert, professionalisiert oder auf klassischen Code umgestellt werden muss.
  • MentorIn: Erfahrene UnternehmerInnen oder Fachkräfte, die GründerInnen beratend zur Seite stehen und wertvolle Kontakte in die Wirtschaft vermitteln.
  • MVP (Minimum Viable Product): Die einfachste funktionsfähige Version einer Produktidee. Sie enthält nur die absolut notwendigen Kernfunktionen, um schnell echtes Kundenfeedback einzuholen und Zeit sowie Entwicklungskosten zu sparen.
  • Networking: Der gezielte Aufbau und die kontinuierliche Pflege von geschäftlichen Kontakten zu KapitalgeberInnen, PartnerInnen und anderen Gründerteams.
  • No-Code: Eine Bewegung und Technologieklasse, die es Menschen ohne Programmierkenntnisse ermöglicht, vollwertige Software, Webseiten und Automatisierungen über visuelle Benutzeroberflächen zu erstellen.
  • Onboarding: Der geführte Prozess, der neue NutzerInnen Schritt für Schritt mit den Kernfunktionen einer Software vertraut macht, um die langfristige Bindung zu erhöhen.
  • Open-Source: Software, deren Quellcode öffentlich einsehbar und von Dritten modifiziert werden darf. Auch im No-Code-Bereich gibt es vermehrt Open-Source-Alternativen.
  • Outsourcing: Die bewusste Auslagerung einzelner Aufgaben oder ganzer Unternehmensprozesse an externe Dienstleister, um die internen Strukturen schlank zu halten.
  • Persona: Ein fiktives Kundenprofil, das die typischen Eigenschaften, Gewohnheiten, Wünsche und Frustrationen einer bestimmten Zielgruppe zusammenfasst.
  • Pitch / Pitch Deck: Der Pitch ist die Kurzpräsentation der Geschäftsidee vor Geldgebern. Das Pitch Deck bildet dazu das visuelle Dokument von meist 10 bis 15 Folien, das alle wesentlichen Daten kompakt zusammenfasst.
  • Pivot (Richtungswechsel): Ein strategischer Richtungswechsel im Geschäftsmodell. Das Startup reagiert damit auf ausbleibende Erfolge, indem es beispielsweise die Zielgruppe wechselt oder eine andere Kernfunktion in den Mittelpunkt stellt, ohne die übergeordnete Vision aufzugeben.
  • Pre-Money / Post-Money Valuation: Die Pre-Money-Valuation bestimmt den Unternehmenswert vor einer Finanzierungsrunde. Rechnet man das neu investierte Kapital hinzu, erhält man die Post-Money-Valuation.
  • Product Market Fit (PMF): Der Meilenstein, an dem ein Startup nachweisen kann, dass ein signifikant großer Markt existiert, der das entwickelte Produkt aktiv, wiederkehrend und profitabel nutzt.
  • Prototyp: Ein frühes Anschauungsmodell oder Testobjekt eines Produkts, das der Visualisierung von Ideen und dem Überprüfen der technischen Machbarkeit dient.
  • Qualitatives Feedback: Nicht-numerische Rückmeldungen von NutzerInnen aus ausführlichen Interviews, die das „Warum“ hinter dem Nutzerverhalten erklären.
  • Retention: Die Fähigkeit eines Startups, bestehende NutzerInnen dauerhaft an das Produkt zu binden und zu wiederholten Käufen oder Nutzungen zu bewegen.
  • Retention Rate: Die Kennzahl, die angibt, wie viel Prozent der Nutzer nach ihrer ersten Anmeldung auch nach einem bestimmten Zeitraum noch aktiv im Produkt verbleiben.
  • Revenue: Die operativen Einnahmen oder Umsätze eines Unternehmens, die über Modelle wie Abonnements, Transaktionsgebühren oder Lizenzen erzielt werden.
  • ROI (Return on Investment): Das Verhältnis zwischen dem eingesetzten Kapital und der daraus resultierenden Rendite oder dem Gewinn eines Projekts.
  • Runway: Die finanzielle Reichweite eines Startups in Monaten. Der Wert berechnet sich aus dem aktuellen Bankguthaben geteilt durch die monatliche Burn Rate und zeigt, wann frisches Geld fließen muss.
  • SaaS (Software as a Service): Ein cloudbasiertes Vertriebsmodell für Software, bei dem KundenInnen für die Nutzung eine regelmäßige Abonnementgebühr entrichten.
  • Scale: Die Phase der Skalierung, in der ein Unternehmen sein Geschäft rasant ausbaut und den Umsatz steigert, ohne dass die operativen Kosten im gleichen Maße mitwachsen.
  • Scaleup: Ein Startup, das die Phase der Prototyperprobung erfolgreich abgeschlossen hat und sich nun auf das großflächige Wachstum der Organisation konzentriert.
  • Seed Funding: Die erste formelle Finanzierungsrunde für ein Startup. Das Kapital dient meist dazu, die Geschäftsidee zu einem marktreifen Prototypen weiterzuentwickeln und erste Vertriebsschritte zu gehen.
  • Series A, B, C: Aufeinanderfolgende Finanzierungsrunden im Wachstumsprozess. Die Series A dient dem Ausbau des validierten Modells, während die Runden B und C primär der großflächigen Skalierung, Internationalisierung oder der Vorbereitung eines Börsengangs zugutekommen.
  • Softr: Ein No-Code-Tool, mit dem sich auf Basis von Airtable- oder Google-Sheets-Daten innerhalb kürzester Zeit passwortgeschützte Web-Anwendungen, Kundenportale oder interne Verzeichnisse erstellen lassen.
  • Spin-off: Eine eigenständige Unternehmensgründung, die durch die Abspaltung einer Abteilung aus einem bereits etablierten Mutterkonzern oder einer Forschungseinrichtung entsteht.
  • Sprint: Ein starr begrenzter Zeitraum innerhalb der agilen Produktentwicklung, in dem das Team fokussiert an vorher definierten Teilaufgaben arbeitet.
  • StaRUG: Das deutsche Gesetz über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehmen. Es erlaubt sanierungsbedürftigen Betrieben eine finanzielle Restrukturierung abseits eines klassischen, öffentlichen Insolvenzverfahrens.
  • Subscription: Ein Geschäftsmodell, das auf wiederkehrenden, meist monatlichen oder jährlichen Zahlungen der Kundschaft basiert.
  • TAM, SAM und SOM: Drei mathematische Ebenen zur Ermittlung des Marktpotenzials. TAM steht für den theoretischen Gesamtmarkt, SAM erfasst den erreichbaren Markt, und SOM beschreibt den realistisch erzielbaren Marktanteil für die ersten Jahre.
  • Tech Stack: Die Kombination aus verschiedenen Software-Technologien, Frameworks, Datenbanken und Tools, die zusammen die technische Plattform eines Produkts bilden.
  • Traktion: Der messbare Nachweis für ein aktives Kundeninteresse, sichtbar durch wachsende Nutzerzahlen, steigende Umsätze oder feste Vorbestellungen.
  • UI (User Interface): Die visuelle Gestaltung der Benutzeroberfläche einer Software (Farben, Typografie, Abstände, grafische Elemente).
  • Unicorn: Ein privat geführtes, nicht an der Börse notiertes Startup, das von InvestorInnen im Rahmen einer Finanzierungsrunde mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet wird.
  • Unit Economics: Die Analyse der Wirtschaftlichkeit auf Ebene einer einzelnen kleinsten Einheit, wie etwa der direkte Gewinn oder Verlust pro Kundenbeziehung.
  • Unternehmeredition: Ein renommiertes Fachmagazin für den deutschen Mittelstand und UnternehmerInnen, das sich intensiv mit Themen wie Finanzierung, Nachfolge, Digitalisierung und Corporate Governance befasst.
  • User Acquisition: Der Prozess, neue NutzerInnen oder KundInnen für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu gewinnen.
  • User Journey: Die Dokumentation sämtlicher Berührungspunkte, die eine Person von der ersten Aufmerksamkeit bis zur dauerhaften Nutzung mit einer Dienstleistung oder einer Software durchläuft.
  • User Journey Mapping: Die visuelle Darstellung aller Berührungspunkte und Schritte, die ein Nutzer durchläuft, um mit dem Produkt ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
  • UX (User Experience): Das gesamte Nutzungserlebnis, das ein Mensch bei der Interaktion mit einem Produkt erfährt. Ein gutes MVP zeichnet sich durch eine extrem einfache, reibungslose UX aus.
  • Validation (Validierung): Der messbare, datenbasierte Nachweis, dass ein echter Bedarf für ein Produkt existiert und die Kernhypothesen des Geschäftsmodells zutreffen.
  • Value Proposition: Das zentrale Nutzenversprechen, das die Vorteile einer Lösung zusammenfasst und erklärt, warum KundInnen das Produkt der Konkurrenz vorziehen sollten.
  • Venture Builder: Ein Unternehmen, das nach dem Prinzip einer Ideenschmiede mehrere Startups parallel in den eigenen Strukturen entwickelt und operativ aufbaut.
  • Venture Capital (Risikokapital): Institutionelles Eigenkapital, das von spezialisierten Fonds in Startups mit extrem hohem Wachstumspotenzial investiert wird – meist im Austausch gegen Minderheitsanteile am Unternehmen.
  • Webflow: Ein professionelles No-Code-Design-Tool und Content-Management-System (CMS), das Designern absolute visuelle Freiheit bei der Gestaltung von Webseiten bietet und im Hintergrund sauberen Code generiert.
  • WeWeb: Ein hochentwickeltes No-Code-Frontend-Tool zur Erstellung von Web-Apps, das darauf spezialisiert ist, visuelle Oberflächen flexibel mit beliebigen, separaten externen Datenbanken zu verbinden.
  • WOM (Word of Mouth): Die klassische Mundpropaganda, bei der zufriedene NutzerInnen ein Produkt organisch im eigenen Netzwerk weiterempfehlen.
  • Workflow: Eine vordefinierte Abfolge von automatisierten Schritten oder logischen Regeln innerhalb einer Software.
  • Xano: Eine spezialisierte No-Code-Plattform für den Aufbau von skalierbaren, performanten Backends und Datenbanken inklusive API-Generierung, die unabhängig vom genutzten Frontend funktioniert.
  • Zapier: Ein Pionier unter den No-Code-Automatisierungstools, das es ermöglicht, tausende verschiedene Web-Apps über einfache Verknüpfungen ohne Programmieraufwand miteinander zu verbinden.
  • Zielgruppe: Die exakt definierte Kundengruppe, deren Probleme das Startup lösen möchte und auf die sämtliche Marketingmaßnahmen ausgerichtet sind.
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