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Rechtsberatung digital – 7 Fragen an… e-profound!

Rechtsberatung digital – 7 Fragen an… e-profound!

Helen Duran

Helen Duran

Als Redakteurin ist die Wirtschaftsgeografin Helen Duran seit 2015 für Euch in der hiesigen Gründerszene unterwegs. Sie ist neugierig auf Eure spannenden Startup-Geschichten!

25. September 2017

3 Min. Lesezeit

Das Münchner Startup e-profound unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, vorselektierte Anwälte und Finanzexperten zu finden und mit ihnen über eine digitale Plattform zusammenzuarbeiten.  Unsere 7 Fragen an e-profound beantwortet Co-Founderin Isidora.

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind Alexander Baron, 35, Tech-Lead, mit zehn Jahren Investmentbanking Erfahrung, Bernhard Stippig, 33, kümmert sich ums Marketing und ist Serial-Entrepreneur und ich, Isidora Dekalo, 31, verantworte den Bereich Produktmanagement und war früher im E&Y Transaction Advisory tätig.

Zusammen sind wir e-profound, die digitale Professional Services Boutique. Wir helfen Gründern und Mittelständlern erstklassige und vorselektierte Anwälte und Finanzexperten zu finden und mit ihnen über unsere Plattform zusammenzuarbeiten. Dabei bieten wir Top-Beratung ohne den Overhead, da wir teure Immobilien und Sekretärinnen durch Technologie ersetzen.

Rechtsberatung digital — und zum Fixpreis

Unser Modell ist denkbar einfach: Im ersten Schritt findet der Kunde bei uns die Lösung zu seinem Problem und bucht ein Servicepaket. Dann erfolgt ein 15-minütiges kostenloses Video-Erstgespräch. Danach erhält der Kunde ein individuelles Festpreisangebot mit Lösungsmethodik. In der Umsetzung bietet e-profound smarte Tools für die effiziente virtuelle Zusammenarbeit.

e-profound Customer Experience

2. Aber das gibt’s doch schon längst!

Nein, denn unser Geschäftsmodell war bisher rechtlich noch nicht möglich. Für Rechtsanwälte ist die Berufsgeheimniswahrung von besonderer berufsrechtlicher Relevanz. Sie konnten bisher nach § 203 StGB und auf § 43 e BRAO nicht beliebig mit Mandanten zusammenarbeiten.

Neue Gesetzgebung nutzen

Die sich wandelnden Anforderungen an moderne Rechtsberatung und sich wandelnden technologischen Möglichkeiten hat auch der Gesetzgeber erkannt und im Bundestag (BT 18/12940)  am 29. Juni 2017 überarbeitet. Das Gesetz tritt im Herbst in Kraft und wir sind mit unserer digitalen Plattform pünktlich an der Startlinie.

Spezialisierte Top-Beratung unterstützt durch Technologie bringt Effizienzgewinne, die wir an unsere Kunden weitergeben. Wir machen den Verkäufer zum Käufermarkt und unsere Anwälte profitieren davon.

3. Was war Eure bisher größte Herausforderung?

Fokus. Im Team entstehen tagtäglich neue Ideen. Diese zu strukturieren, zu priorisieren und umzusetzen braucht die Fähigkeit „Nein“ sagen zu können und Ausdauer zu beweisen. Die meisten Dinge dauern länger, als man meint.

Großes Kundenvertrauen

4. Butter bei die Fische: Wie läuft das Geschäft?

Wir haben 43 Projekte im B2B Bereich auf unsere Plattform gebracht. Das zeugt von ungemeinem Vertrauen, da wir keine Niedrigpreisstrategie fahren. Wir sind unseren Kunden dafür dankbar.

5. Was bedeutet München für Euch?

München ist ein klasse Standpunkt für unser Geschäftsmodell. Aufgrund der großen Wirtschaftskraft der hiesigen Unternehmen sind viele Top-Anwälte hier. Zu Beginn ist uns ein enger Austausch besonders wichtig.

Und die Münchner Gründerszene mausert sich: Im LMU Entrepreneurship Lab haben wir große Unterstützung gefunden.

6. Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Eindeutig auf dem Weg zum Unicorn. Wir arbeiten an einem echten Problem, das Unternehmen seit Erfindung der Rechtsberatung Kopfschmerzen bereitet. Wir arbeiten diesen Markt gemeinsam mit Rechtsanwälten auf, die die Zukunft der Rechtsberatung mitgestalten wollen. Der Markt ist über EUR 20 Milliarden groß, und bietet unserem Fohlen genug Platz, um sich zu einem prachtvollen Einhorn zu entwickeln.

7. Helles oder Prosecco?

Prosecco. Wir sind schließlich eine Boutique.

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