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Bitkom-Studie: Jedes vierte Startup denkt über Umzug ins Ausland nach

Bitkom-Studie: Jedes vierte Startup denkt über Umzug ins Ausland nach

Sandra Ohse

Sandra Ohse

Sandra Ohse hat bisher als Redakteurin für eine bekannte Computer-Zeitschrift über die neuesten technischen Innovationen berichtet. Nun freut sie sich darauf, in die Welt der Startups einzutauchen, kreative Köpfe kennenzulernen und sie auf ihrem Weg redaktionell zu begleiten.

16. Juni 2019

2 Min. Lesezeit

Laut einer aktuellen Bitkom-Studie denkt jedes vierte Startup darüber nach, ins Ausland abzuwandern. Als Hauptgrund geben die jungen Unternehmen den hiesigen Mangel an Wachstumskapital an.

Für die Online-Befragung von Bitkom Research wurden insgesamt 321 IT- und Internet-Startups in Deutschland gefragt, wie sie ihren Kapitalbedarf in den nächsten zwei Jahren einschätzen, ob dieser bereits gedeckt ist oder sie noch frisches Kapital benötigen. Auch wurde um eine Einschätzung gebeten, für wie wahrscheinlich es die Startups halten, das nötige Kapital für die zwei kommenden Jahre über Finanzierungsrunden einzusammeln.

Finanzierungsprobleme für Startups ins Deutschland

Laut der Studie liegt der durchschnittliche Kapitalbedarf deutscher Startups durchschnittlich bei 3,2 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre. 2017 hatten die Gründer hier noch deutlich weniger (2,5 Millionen Euro) kalkuliert. Weiter gibt lediglich jedes fünfte Startup (18 Prozent) an, dass dieser Kapitalbedarf bereits gedeckt ist. Noch vor zwei Jahren verfügten 26 Prozent über genug Kapital. Der Bedarf ist dabei abhängig von der Größe des Unternehmens. Während Startups mit bis zu drei Angestellten lediglich ein Defizit von durchschnittlich 770.000 Euro angeben, fehlen größeren Firmen mit vier bis neun Mitarbeitern schon 1,3 Millionen und Startups mit 10 bis 19 Angestellten sogar 3,6 Millionen Euro.

Bitkom-Präsident Achim Berg zu den Finanzierungsproblemen deutscher Startups:

„Wir haben in Deutschland in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten rund um Startups geschaffen. Gerade die Wachstumsfinanzierung mit ein- oder zweistelligen Millionenbeträgen ist aber unverändert schwierig“

weiter sagt er:

„Die einseitige Fixierung auf die Gründungsphase schadet dem Startup-Standort Deutschland. Der im Koalitionsvertrag angekündigte deutsche Digitalfonds könnte zumindest ein erster Schritt für eine bessere Finanzierung sein.“

Ergebnis der Bitkom-Studie: Jedes vierte Startup sieht Chance im Ausland

Zwar rechnen die meisten Startups (81 Prozent) damit, Investoren zu finden, die das Kapital für die nächsten zwei Jahre stellen, dennoch denkt jedes vierte Startup (27 Prozent) darüber nach, ins Ausland zu gehen. Grund hierfür: Junge Unternehmen schätzen die Finanzierungsbedingungen außerhalb Deutschlands als besser ein.

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