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Bitkom-Studie: Kapitalmangel trifft deutsche Startups

Bitkom-Studie: Kapitalmangel trifft deutsche Startups

Saskia Doll

Saskia Doll

25. Juli 2025

2 Min. Lesezeit

Die Finanzierungslage für Startups in Deutschland bleibt angespannt. Eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt: Jedes vierte Tech-Startup (26 Prozent) erwägt einen Umzug ins Ausland. Als Hauptgrund ermittelt die Studie fehlendes Wagniskapital.

„Die im internationalen Vergleich schwierige Finanzierungssituation stellt viele deutsche Startups seit Jahren vor Probleme. Mit Initiativen wie dem Zukunftsfonds hat die Politik zuletzt gegengesteuert, hier muss jetzt nachgelegt werden“,

schätzt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst die Lage ein.

InvestorInnen sind zurückhaltend

81 Prozent der befragten Startups haben festgestellt, dass InvestorInnen aufgrund der konjunkturellen Lage zurückhaltender geworden sind. Nur 23 Prozent halten das in Deutschland verfügbare Venture Capital für ausreichend. Der durchschnittliche Kapitalbedarf der Startups liegt in den kommenden zwei Jahren bei rund 2,5 Millionen Euro. Allerdings sehen sich nur 24 Prozent für diesen Zeitraum ausreichend finanziert.

Die Umfrage wurde von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt. Bitkom Research befragte 152 Tech-Startups aus Deutschland im Zeitraum von Kalenderwoche 12 bis 21 im Jahr 2025.

USA, EU und Börsengang im Blick

Unter den Startups, die über einen Standortwechsel nachdenken, zeigt sich keine einheitliche Präferenz. 28 Prozent ziehen die USA in Betracht, 25 Prozent ein anderes EU-Land und weitere 25 Prozent ein europäisches Land außerhalb der EU. 23 Prozent machten keine konkrete Angabe.

Trotz der schwierigen Lage bleiben viele GründerInnen zuversichtlich. 29 Prozent halten es für sehr wahrscheinlich, die benötigten Finanzmittel zu erhalten, 50 Prozent für eher wahrscheinlich. Nur 17 Prozent sehen geringe Chancen, zwei Prozent schließen eine erfolgreiche Finanzierung nahezu aus. Auch der Börsengang bleibt eine Option. 53 Prozent der befragten Startups können sich diesen Schritt grundsätzlich vorstellen. Dabei ziehen 40 Prozent eine ausländische Börse in Erwägung, 45 Prozent eine deutsche.

„Unser Ziel muss nicht nur sein, Tech-Startups in Deutschland zu halten, sondern Deutschland auch für Gründerinnen und Gründer aus anderen Ländern Europas oder auch den USA richtig attraktiv zu machen“,

so Wintergerst weiter.

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