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Capmo erhält 1,8 Millionen Euro Finanzierung für Bausoftware

Capmo erhält 1,8 Millionen Euro Finanzierung für Bausoftware

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

13. Dezember 2018

2 Min. Lesezeit

Das Münchner Startup Capmo digitalisiert Prozesse in der Bauindustrie und erhält für seine Produktivitätssoftware eine Seed-Finanzierung von 1,8 Millionen Euro. Die Investoren sind die Venture Capital Gesellschaft UVC Partners und die HW Capital, die Beteiligungsgesellschaft der Interhyp-Gründer.

Bauprojekte, die über dem Budget liegen oder mit erheblichen Mängeln fertiggestellt werden, sind keine Seltenheit. Die Gründe dafür können ineffizientes Projektmanagement und mangelnde Baudokumentation sein. Probleme, die digital gelöst werden müssen — zumindest, wenn es nach dem Münchner Startup Capmo geht. Mit der entsprechenden App konnten die vier Gründer Patrick Christ, Florian Biller, Florian Ettlinger und Sebastian Schlecht nun 1,8 Millionen Euro einsammeln. Finanziert wird Capmo von UVC Partners sowie den Interhyp-Gründern.

„Bauprojekte könnten bis zu 40 Prozent produktiver sein. In diesem Markt sehen wir ein enormes Wachstumspotenzial für Capmo und freuen uns, das Wachstum mit unserer Expertise in B2B-Geschäftsmodellen sowie unserem Branchennetzwerk zu unterstützen“,

erklärt Dr. Ingo Potthof von UVC Partners.

Capmo digitalisiert die Baustelle – auf dem Desktop, Smartphone und Tablet

Auf intuitive Bedienung legt das Startup nach eigenen Angaben sehr viel Wert. Die Baupläne werden digital erfasst und sind anschließend auf allen angemeldeten Geräten wie Computer, Smartphone und Tablet verfügbar — auch im Offline-Modus. Alle Beteiligten des Bauprojekts werden zu Capmo eingeladen und die Aufgaben entsprechend verteilt. Fotos von der Baustelle werden direkt in der App gespeichert und automatisch im Bauplan verortet. Durch dieses Zusammenspiel soll die Zusammenarbeit erleichtert, aber auch der Überblick über den Projektstatus und die Mängeldokumentation vereinfacht werden. Mit diesem Ansatz konnte Capmo seit dem Start im Februar 2018 bereits 50 Kunden aus der Baubranche gewinnen.

„Bauprojekte sind fehleranfällig, was unter anderem auf die geringe Digitalisierung zurückzuführen ist. Viel läuft auch heute noch über Fax und Diktiergerät. Hier setzen wir mit Capmo an und unterstützen mit neuen Prozessen und Technologien, damit Zeit- und Budgetpläne eingehalten werden können”,

erklärt Florian Biller, Gründer und Geschäftsführer des jungen Unternehmens.

Die App kann sowohl von Architekten für private Bauvorhaben als auch von Bauträgern für Großprojekte eingesetzt werden. Dazu gehört aktuell unter anderem die Renovierung des Kaufhauses Oberpollinger in der Münchner Innenstadt.

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