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Cerabyte erhält Investition von Pure Storage

Cerabyte erhält Investition von Pure Storage

Saskia Doll

Saskia Doll

2. August 2024

2 Min. Lesezeit

In Zeiten des exponentiellen Datenwachstums hat Cerabyte ein Speichermedium entwickelt, das für die Ewigkeit geschaffen sein soll. Die Technologie soll das Speichern sogenannter kalter Daten auf ein völlig neues Level haben. Damit sind Daten gemeint, die zwar nicht ständig benötigt werden, aber dennoch über einen langen Zeitraum aufbewahrt werden müssen. Im Zuge einer strategischen Investition beteiligt sich jetzt Pure Storage an dem Startup aus dem Landkreis Starnberg. Die genaue Höhe der Investition halten die beiden Unternehmen geheim.

Pure Storage ist ein US-amerikanischer Anbieter, der sich ebenfalls auf die Entwicklung und den Vertrieb von Datenspeicherlösungen spezialisiert hat. Bisher lag der Fokus des Unternehmens auf Flash-Speichertechnologien. Nach übereinstimmenden Medienberichten gehört der Gründer von Pure Storage John Colgrove zudem künftig zum Cerabyte-Vorstand.

Cerabyte nutzt für seine Lösung hauchdünnes Displayglas überzogen mit einer zehn Nanometer dünnen Keramikschicht. Mit Femtosekundenlasern und digitalen Spiegelgeräten schreibt das 2022 gegründete Startup QR-Codes auf die beschichtete Glasfolie. Die darin gespeicherten Daten kann ein System aus Lasern und Kameras wieder auslesen. Dieser Ansatz soll nicht nur die Langlebigkeit der Daten gewährleisten, sondern das Speichermedium auch resistent gegen Umwelteinflüsse machen. Die Keramik-Beschichtung soll härter als Stahl sein und auch Temperaturen von 500 Grad Celsius aushalten.

Noch befindet sich Cerabyte in der Anfangsphase, die Partnerschaft mit Pure Storage soll nun allerdings die Kommerzialisierung vorantreiben. Venturebeat zitiert Steffen Hellmold, Business Development President bei Cerabyte:

„Wir haben heute einen funktionierenden Prototyp, den man sich ansehen kann. Wir hatten bereits mehrere potenzielle Kunden zu Besuch, darunter bekannte Hyperscaler, was sehr ermutigend ist. Darüber hinaus planen wir, ein einsatzbereites Petabyte-System im Rack zu haben, das die Kunden im darauffolgenden Jahr erleben und kaufen können.“

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