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Neuer Ansatz in der Krebsbehandlung: Collimate Health sammelt 6 Millionen Euro ein

Neuer Ansatz in der Krebsbehandlung: Collimate Health sammelt 6 Millionen Euro ein

Saskia Doll

Saskia Doll

15. Juni 2026

2 Min. Lesezeit

Das Life-Science-Startup Collimate Health hat eine überzeichnete Seed-Finanzierungsrunde über sechs Millionen Euro abgeschlossen. Zu den Investoren gehören VP Venture Partners, Positron, Xista Science Ventures, der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Caesar. Mit dem Kapital will das Unternehmen einen ersten klinischen Prototyp entwickeln und weitere präklinische Daten erheben.

Collimate Health arbeitet an einer Mikrostrahltherapie für die Krebsbehandlung. Im Unterschied zur konventionellen Strahlentherapie setzt der Ansatz auf extrem schmale Strahlen im Mikrometerbereich und höhere Strahlendosen. Nach Angaben des Startups lösen die behandelten Tumore dadurch eine verstärkte Immunreaktion gegen Krebszellen aus. Gleichzeitig sollen die durch die Bestrahlung entstehenden temporären Kanäle die Wirksamkeit von Chemo- und Immuntherapien unterstützen. Innerhalb der nächsten drei Jahre soll die Technologie erstmals bei PatientInnen einsetzbar sein.

Klinischer Prototyp als nächster Meilenstein

Collimate Health entstand als Venture-Build-Projekt von VP Venture Partners. Die GründerInnen Stefan Bartzsch, Johanna Winter und Hans Maria Heÿn entwickelten die zugrunde liegende Technologie gemeinsam mit einem interdisziplinären Team über mehrere Jahre hinweg. Unterstützung erhielt das Unternehmen dabei unter anderem von der Technischen Universität München (TUM), dem TUM Klinikum rechts der Isar, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie weiteren Forschungs- und Klinikeinrichtungen.

Hans Maria Heÿn, Mitbegründer und CEO von Collimate Health, sagt:

„Was Stefan Bartzsch, Johanna Winter und das interdisziplinäre Team durch jahrelange akademische Forschung erreicht haben, ist wirklich außergewöhnlich. Die Verkleinerung der medizinischen Strahlführung eines Synchrotrons auf ein System mit einer Grundfläche von weniger als 10 Quadratmetern ist ein echter Deeptech-Moonshot mit dem Potenzial, Krebsbehandlungen grundlegend zu verändern.“

Auch die Investoren zeigen sich überzeugt. Valentin Piëch, Geschäftsführer von VP Venture Partners, meint:

„Was diese Technologie so überzeugend macht, ist nicht nur ihr Potenzial, die Strahlentherapie neu zu definieren, sondern auch die Möglichkeiten, die sie in Kombination mit Immuntherapien und anderen Krebsbehandlungen eröffnen könnte.“

Und Stephan Huber, Venture Partner bei Xista Science Venture, ergänzt:

„Collimate Health verbindet erstklassige Wissenschaft mit dem nötigen Ehrgeiz, um ein globales Deeptech-Unternehmen zu skalieren, das es wagt, jahrzehntealte Paradigmen in einem zentralen Bereich der Krebsbehandlung in Frage zu stellen. Ihre Technologie hat das Potenzial, für Millionen schwer kranker PatientInnen weltweit einen entscheidenden Unterschied zu bewirken.“

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