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Deutsche Autobauer bei VC-Investitionen führend

Deutsche Autobauer bei VC-Investitionen führend

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

6. Oktober 2017

2 Min. Lesezeit

Die vormals eher träge Autoindustrie hat längst die Innovationskraft von Startups erkannt. Die Anzahl der Wagniskapitalinvestments steigt rasant.

Die Unternehmensberatung Oliver Wyman hat sich die Corporate-Venture-Capital-Aktivitäten (CVC) führender Autobauer angeschaut: BMW, Daimler, VW, Audi, PSA Group, Jaguar, Volvo, GM, Ford. Alleine in diesem Jahr bis Anfang September sind diese neun Unternehmen bei 52 Tech-Startups eingestiegen. Im gesamten Jahr 2016 kamen dieselben Konzerne noch auf 41 Beteiligungen, 2015 sogar nur auf 16.

Die begehrtesten Branchen für Investments sind Mobilitätsdienstleistungen (32%), Green Vehicles (22%), darunter Elektro- oder Brennstoffzellenfahrzeuge, sowie vernetzte und autonome Fahrzeuge (16%). Andreas Nienhaus von Oliver Wyman sagt:

„Die Hersteller haben erkannt, dass sie ihren Einsatz auf diesen Zukunftsfeldern erhöhen müssen und sie handeln zunehmend.“

BMW führt globales Ranking der Autobauer an

Das langfristige Ranking der CVC-Investments führt BMW mit 37 Beteiligungen an. Dahinter folgen Daimler mit 36 und GM mit 35. Volvo (27), Ford (24) und Toyota (18) finden sich im Mittelfeld. Volkswagen (12), Honda (9) und Audi (8) liegen nur knapp vor den französischen Herstellern Renault (7) und PSA (6). Die Studienautoren merken jedoch an, dass sich diese Rangfolge schnell ändern könne. Toyota und PSA hätten bereits eigene Beteiligungsfonds nach dem Vorbild von BMW i Ventures, das über ein Kapital von 500 Millionen Euro verfügt, aufgesetzt. BMW betreibt außerdem noch das Venture-Client-Programm BMW Startup Garage.

Neue Konkurrenz aus der Tech-Branche

Konkurrenz aus einer neuen Richtung sieht die Studie in den global führenden Mobilitäts-Startups:

„Neue Player wie Uber und DiDi Chuxing drängen in den Markt und fordern die etablierten Hersteller heraus“,

sagt Nienhaus.

„Auch sie beteiligen sich verstärkt an Startups und haben inzwischen je 21 Investitionen abgeschlossen.“

Der japanische Telekommunikations- und Medienkonzern Softbank hat jüngst 5,5 Milliarden US-Dollar in den chinesischen Fahrdienstvermittler DiDi Chuxing investiert. Nach Angaben von Oliver Wyman bereite Softbank außerdem eine Investition in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar in Uber vor und investiere ebenfalls in den Bereich autonomes Fahren.

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