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Cybercrime: Angriff aus dem Web

Cybercrime: Angriff aus dem Web

Gastautor

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31. Dezember 2017

2 Min. Lesezeit

Cybercrime: Kriminelle versuchen über gefälschte E-Mails, Firmen zu Geldüberweisungen zu veranlassen. Die Zahl der Fälle ist hoch. Doch Unternehmen können sich schützen.

(Auszug aus einem Beitrag des IHK Magazins, Autor Josef Stelzer — ganzen Beitrag hier online lesen)

Prokurist Hans Müller* traute seinen Augen nicht, als er Anfang September folgende E-Mail vom E-Mail-Account seines Chefs erhielt: „Sehr geehrter Herr Müller, zurzeit bereiten wir die Übernahme eines Unternehmens vor, welches insbesondere die erforderlichen finanziellen Transaktionen erfordert.“ Die Angelegenheit müsse absolut vertraulich behandelt werden. Die Bekanntmachung des Übernahmeangebots erfolge in Kürze. Jede Erörterung der geplanten Übernahme erfolgt ausnahmslos per E-Mail an Sie oder mich, auch um eine ausreichende Dokumentation gemäß den BaFin-Richtlinien sicherzustellen. Können wir mit heutigem Wertstellungsdatum eine Zahlung im Außenwirtschaftsverkehr vornehmen, ohne irgendwelche Fragen aufzuwerfen?“ Unterschrieben war die E-Mail mit dem Namen des Geschäftsführers, dem Chef von Herrn Müller.

Dem Prokuristen kamen die Anweisungen seltsam vor. Er fragte umgehend bei seinem Chef nach. Die E-Mail war tatsächlich gefälscht – ein dreister Betrugsversuch.

„Es handelt sich um einen sogenannten CEO-Fraud und damit um eine Straftat, die bei der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime – kurz: ZAC – des Bayerischen Landeskriminalamts angezeigt werden sollte“,

erläutert Svenja Hartmann, IHK-Referentin Recht und Steuern.

Schäden durch CEO-Frauds

Solche Angriffe aus dem Netz sind kein Einzelfall. Kriminelle fälschen E-Mails und manipulieren Rechnungen, erpressen Unternehmen mit Schadsoftware und erbeuten mit clever eingefädelten Tricksereien hohe Summen. Die dadurch verursachten Schäden verdreifachten sich zwischen 2014 und 2016 nach Berechnungen des Bundeskriminalamts (BKA) bundesweit auf über 75,2 Millionen Euro. Bei den Betrugsversuchen ermittelte das BKA allein für 2016 ein Schadenspotenzial von insgesamt 171,4 Millionen Euro.

Bei der Münchner ZAC melden jeden Monat vier bis fünf Unternehmen neue CEO-Frauds.

„Wir gehen davon aus, dass aufgrund solcher Tricksereien nach wie vor viel Geld fließt, sei es durch Routine oder aufgrund von Nachlässigkeiten in den betroffenen Betrieben“,

sagt Matthias Schmidt, Internetexperte bei der ZAC in München.

Die Dunkelziffer der Betrugsfälle, die Opfer entweder nicht erkennen oder nicht anzeigen, liegt seiner Einschätzung nach bei mindestens 80 Prozent. […]

Wer mehr erfahren möchte — den ganzen Artikel im IHK Magazin online lesen.

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