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Cyberkriminalität: 220 Milliarden Euro Schaden im Jahr

Cyberkriminalität: 220 Milliarden Euro Schaden im Jahr

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

13. August 2021

2 Min. Lesezeit

Noch vor zwei Jahren lagen die durch Cyberkriminalität verursachten Schäden bei 103 Milliarden Euro, also bei deutlich weniger als der Hälfte. Besonders stark ist die Zahl der Erpressungsvorfälle gestiegen. Der dadurch verursachte Schaden ist seit 2019 um das Dreieinhalbfache gewachsen. Aktuell sieht jedes zehnte Unternehmen seine geschäftliche Existenz durch Cyberattacken bedroht.

„Die Wucht, mit der Ransomware-Angriffe unsere Wirtschaft erschüttern, ist besorgniserregend und trifft Unternehmen aller Branchen und Größen“,

sagt Bitkom-Präsident Achim Berg:

Der Diebstahl von geistigem Eigentum könne für die innovationsgetriebene deutsche Wirtschaft schwerwiegende Konsequenzen haben, so Berg.

Cyberkriminalität setzt häufig bei MitarbeiterInnen an

Ein häufiges Einfallstor für Angreifer sind Beschäftigte. Mittels ‚Social Engineering‘, also der gezielten Täuschung von Angestellten, werden Sicherheitsmechanismen überwunden. 41 Prozent der befragten Unternehmen berichten von solchen Versuchen. Schadsoftware hat in 31 Prozent der befragten Unternehmen Schäden verursacht. DDoS-Attacken, bei denen Angreifer die Systeme gezielt überlasten, erlebten 27 Prozent. Spoofing, das Vortäuschen einer falschen Identität, und Phishing, das Abfangen persönlicher Daten, haben in 20 bzw. 18 Prozent der Unternehmen Schäden verursacht.

Bei knapp zwei Drittel der von Cyberkriminalität betroffenen Unternehmen wurden Kommunikationsdaten erbeutet. Geistiges Eigentum wie Patente oder Forschungsinformationen wurden bei 18 Prozent gestohlen. Außerdem sicherten sich die Kriminellen Zugriff zu unkritischen Geschäftsdaten (44 Prozent), Kundendaten (31 Prozent), Finanzdaten (29 Prozent) und kritischen Geschäftsinformationen wie Marktanalysen (19 Prozent). In 19 Prozent der Fälle wurden Zugangsdaten zu Cloud-Diensten entwendet.

Am häufigsten haben aktuelle und ehemalige MitarbeiterInnen Schäden verursacht, größtenteils unabsichtlich. In 40 Prozent der Fälle waren Hobby-Hacker beteiligt, die organisierte Kriminalität in 29 Prozent der Fälle. Mit 43 Prozent kommen nach Ansicht die meisten Angriffe aus Deutschland. 37 Prozent vermuten TäterInnen aus Osteuropa (ohne Russland), 30 Prozent aus China und 23 Prozent aus Russland.

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