Munich Startup
Die wichtigsten Investitionen des 3. Quartals 2023

Die wichtigsten Investitionen des 3. Quartals 2023

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

2. Oktober 2023

4 Min. Lesezeit

Eurofighter Helsing
Helsing schließt weitere Finanzierung ab und wird zum nächsten Münchner Einhorn: Das 2021 gegründete Startup positioniert sich selbst als eine neue Art von Verteidigungsunternehmen, das sich auf KI-basierte Fähigkeiten zum Schutz europäischer Demokratien fokussiert. Ziel des Startups ist es, bestehende Waffensysteme mit einer KI aufzurüsten, die die von Bordsensoren eingehenden Informationen analysiert. In seiner Series-B-Finanzierungsrunde konnte sich Hellsing insgesamt 209 Millionen Euro sichern. Lead Investor ist der US-Investor General Catalyst. Die schwedische Saab Gruppe beteiligt sich ebenfalls als strategischer Investor und vertieft damit die bestehende Partnerschaft. Helsing plant, das neue Kapital zu nutzen, um seine Unternehmen in Frankreich, Deutschland und Großbritannien weiter auszubauen und verstärkt in seine Kerntechnologien zu investieren. (Bild: Bradpcs / Pixabay)
Die eGym Gründer
Egym erhält Rekord-Finanzierung von 207 Millionen Euro: Die Finanzspritze für das Fitnesstechnologie-Unternehmen Egym kommt von seinem neuen Investor Affinity Partners, einer globalen Investmentgesellschaft mit Sitz in Miami, USA, sowie den bestehenden Investoren Mayfair Equity Partners und Bayern Kapital. Mit 207 Millionen Euro ist die Finanzierungsrunde eine der größten im Portfolio des Seed-Investors High-Tech Gründerfonds (HTGF). 107 Millionen Euro fließen sofort, weitere 100 Millionen Euro stehen für künftige Investitionen zur Verfügung. Investitionsschwerpunkte sind die Entwicklung weiterer innovativer digitaler Lösungen für das gesundheitsorientierte Training und der massive Ausbau des Firmenfitnessnetzwerks Wellpass. (Bild: Egym)
Lilium
Lilium sammelt weitere 171 Millionen Euro ein: Die aktuelle Finanzierung für Lilium teilt sich in mehrere Phasen auf. Bereits im Mai sagte Tencent eine Finanzspritze in Höhe 89 Millionen Euro (100 Millionen Dollar) zu. Dabei gab der Tech-Konzern die Zusage, weitere 67 Millionen Euro (75 Millionen Dollar) zu investieren, falls es Lilium gelinge, denselben Betrag ebenfalls von anderen InvestorInnen einzusammeln. Dies ist dem Flugtaxi-Unternehmen nun offenbar gelungen. Wie Lilium mitteilt, hat es 67 Millionen Euro (75 Millionen Dollar) durch die Platzierung weiterer Aktien eingenommen. Zudem haben Earlybird Venture Capital, BIT Capital, UVC Partners, Frank Thelen und mehrere Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte zusätzliche 37 Millionen Euro (42 Millionen Dollar) investiert. Daraufhin gab Tencent, wie im Mai vereinbart, die Tranche über weitere 67 Millionen Euro frei. Diese Investition wird, wie schon die Finanzierung zuvor, über das Tencent-Tochterunternehmen Aceville abgewickelt. (Bild: Lilium)
Aily Labs
Aily Labs schließt Series-A mit 19 Millionen Euro ab: Das Münchner KI-Startup arbeitet an KI-Lösungen, die die Arbeitsweise von MitarbeiterInnen in Unternehmen verändern soll. Hierzu nutzt das Startup die in einem Unternehmen verfügbaren Daten, verknüpft sie mit seiner KI und stellt die Ergebnisse für die Angestellten verständlich dar. So sollen die NutzerInnen ihren Arbeitsalltag durch personalisierte Business Insights effektiver gestalten können. Nun hat Aily Labs erfolgreiche seine Series-A-Finanzierungsrunde abgeschlossen und 19 Millionen Euro eingesammelt. Lead Investor ist Insight Partners. (Bild: AltumCode / Unsplash)
Ivy
Ivy sammelt weitere 18,5 Millionen Euro ein: Nur fünf Wochen nach ihrer Seed-Finanzierung gehen weitere 18,5 Millionen Euro (20 Millionen Dollar) auf das Konto von Ivy, das eine API entwickelt hat, mit der es Open-Banking-Zahlungen auf der ganzen Welt ermöglichen will. Durch die direkten Konto-zu-Konto-Zahlungen entfällt der Service von Vermittlern wie Visa und damit auch deren Transaktionsgebühr. Bisher beschränken sich Anbieter von Open-Banking-Technologien jedoch weitestgehend auf inländische Transaktionen in einer einzigen Währung – mit Ivy soll sich das ändern. Der Fintech-Investor Valar Ventures führte die Runde an. (Bild: Ivy)
Fernride Team
Fernride erweitert Series-A auf 47 Millionen Euro: Für seine ferngesteuerten LKW konnte Fernride in einer Series-A-Finanzierung bereits 29,1 Millionen Euro (31 Millionen Dollar) einsammeln. Nun erweitert das Münchner Startup die Runde um weitere 17,8 Millionen Euro (19 Millionen Dollar). Fernride wird von den Risikokapitalgebern 10x Founders, Promus Ventures, Fly Ventures, Speedinvest und Push Ventures finanziert. Zudem unterstützen die Unternehmen HHLA Next, DB Schenker und Krone das Startup. Dieser Riege schloss sich mit der Erweiterung der Series-A nun noch der deutsche Deep Tech and Climate Fonds (DTCF) an. Zudem sind Munich Re Ventures mit Sitz in San Francisco, Bayern Kapital und Klaus Kleinfeld an der Finanzierung beteiligt. Letzterer soll auch die Schlüsselrolle des Aufsichtsrats-Vorsitzes von Fernride übernehmen. (Bild: Fernride)
Stabl Energy Gründerteam
Stabl Energy erhält 15-Millionen-Euro-Finanzierung: Mit seiner Technologie teilt Stabl Energy Hochvolt-Batteriepacks in viele kleinere Module und verschaltet diese dynamisch miteinander. So will das Startup Risiken beseitigen, wenn gebrauchte Elektrofahrzeugbatterien für Batteriespeichersysteme verwendet werden. Auf diese Weise erhalten Altbatterien eine zweite Verwendung im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Nun hat das Münchner Startup eine Finanzierungsrunde in Höhe von 15 Millionen Euro abgeschlossen. Mit Northern European Growth Fonds von Nordic Alpha Partners und dem European Innovation Council (EIC) schließen sich in der nun abgeschlossenen Finanzierungsrunde zwei neue Geldgeber den Investoren von Stabl Energy an. Aber auch Bestandsinvestoren wie UVC Partners und Energie 360 haben sich erneut an der Runde beteiligt. (Bild: Stabl Energy)
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