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Künstliche Intelligenz und glückliche Gründer: So tickt Startup-Deutschland

Künstliche Intelligenz und glückliche Gründer: So tickt Startup-Deutschland

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

25. Oktober 2018

2 Min. Lesezeit

Die aktuelle Ausgabe Deutschlands größter Startup-Studie ist erschienen. Der Deutsche Startup Monitor (DSM) beleuchtet technische Trends und die Stimmungslage unter deutschen Startups.

Insgesamt haben 1.550 Startups am Deutschen Startup Monitor 2018 teilgenommen. Ein Blick auf die Umsätze der untersuchten Unternehmen zeigt einen Fokus auf kleine und junge Startups. 42 Prozent erzielen weniger als 50.000 Euro Jahresumsatz. Mehr als die Hälfte der befragten Firmen existiert kürzer als zwei Jahre.

TU München bleibt Top-Uni im DSM

Eine Erkenntnis der Untersuchung: Das Thema Künstliche Intelligenz ist offenbar längst im Alltag der Startups angekommen. Fast 60 Prozent spüren einen klaren Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf ihr Geschäftsmodell. Tim Dümichen, Partner bei KPMG sagt:

„Damit sind Startups Träger von innovativen Technologien und nehmen eine Vorreiterrolle bei der Anwendung von Künstlicher Intelligenz ein. Um das Potenzial von KI für zukünftiges Wirtschaftswachstum zu realisieren, müssen bestehende Hürden abgebaut und KI aktiv gefördert werden.“

Mit der technischen Entwicklung steigt auch der Bedarf nach digitaler Expertise: Drei von vier Startups geben an, Schwierigkeiten beim Recruiting von Fachkräften aus dem IT-Bereich zu haben. Die TU München bleibt dabei wie schon im Vorjahr die Top-Gründungsuniversität im Deutschen Startup Monitor. An keiner anderen Hochschule haben mehr Befragte studiert. Die Ludwig-Maximilians-Universität, letztes Jahr noch vierthäufigste Alma Mater der befragten Gründer, schafft es diesmal nicht in die Top-10. Prof. Dr. Tobias Kollmann von der Universität Duisburg-Essen sagt:

„Der Mangel an Fachkräften wird nicht nur die großen Unternehmen treffen, sondern auch zunehmend zum Stolperstein für unsere Startups werden. Startup-Politik ist daher auch Bildungspolitik und zwar nicht nur für die Ausbildung der Gründer selbst, auch für die durch sie geschaffenen Arbeitsplätze müssen die geeigneten Arbeitnehmer gerade im Bereich Digitalisierung ausgebildet werden.“

Glückliche Gründer

Ein weiteres Ergebnis des DSM 2018: Startup-Gründer sind glücklicher als der deutsche Durchschnitt. 49 Prozent der teilnehmenden Gründer und Gründerinnen geben an, mit ihrem Leben sehr zufrieden zu sein, in der Gesamtbevölkerung sind dies nur 32 Prozent. Dabei arbeiten die Studienteilnehmer mit gut 56 Stunden pro Woche überdurchschnittlich viel. Fast zwei Drittel sind mit ihrer Work-Life-Balance dennoch zufrieden.

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