ERC System hat auf der ILA Berlin 2026 die unbemannte Hybrid-Elektro-Cargodrohne Victor U250 vorgestellt, die 250 Kilogramm Nutzlast über 300 Kilometer transportieren soll. Erste Auslieferungen an militärische und zivile Kunden peilt das Münchner Luftfahrt-Startup für 2028 an.
Die Kombination aus Senkrechtstart, Reiseflug mit Tragflächen, 250 km/h Zielgeschwindigkeit und feldtauglichem Einsatz ohne klassische Start- und Landebahn machen Victor zu etwas Außergewöhnlichem. Besonders wichtig sind diese Eigenschaften für die europäische Verteidigung. Denn Victor kann so auch zum Einsatz kommen und Nachschub bringen, wenn Straßen blockiert, Landeflächen unsicher oder bemannte Flüge zu riskant sind.
Victor ist als unbemanntes UAS für militärische Versorgung, zivile Speziallogistik und Katastrophenhilfe ausgelegt. Die Drohne soll zwei ISO-standardisierte Palettenpositionen aufnehmen und Fracht auch per Abwurf liefern können.
Warum ERC auf Lift-and-Cruise statt Multicopter setzt
Technisch setzt ERC auf eine Lift-and-Cruise-Architektur, denn Victor startet vertikal, fliegt im Reiseflug aber mit Tragflächen. Das soll Reichweite und Geschwindigkeit gegenüber reinen Multicopter-Konzepten erhöhen. Der hybrid-elektrische, kraftstoffbasierte Antrieb zielt auf längere Einsatzprofile ab. Zudem soll das System in einem 20-Fuß-ISO-Container transportiert werden können.
Verteidigungslogistik als erster Markt – zivile Einsätze folgen
Der primäre Fokus liegt momentan auf militärischer Nachschublogistik. Daneben nennt ERC Offshore- und Küstenlogistik, Versorgung kritischer Infrastruktur, abgelegene Industrieeinsätze und zivile Katastrophenhilfe als mögliche Anwendungen.






