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Ewigbyte sichert sich 1,6 Millionen Euro für innovative Glasspeichertechnologie

Ewigbyte sichert sich 1,6 Millionen Euro für innovative Glasspeichertechnologie

Das Gründertrio von Ewigbyte: Phil Wittwer, Ina von Haeften und Steffen Klewitz (v. l. n. r.)

Saskia Doll

Saskia Doll

23. Februar 2026

3 Min. Lesezeit

Das weltweite Datenvolumen wächst rasant, getrieben durch KI-Anwendungen. Gleichzeitig verbrauchen einzelne Rechenzentren bereits heute so viel Energie wie Städte mit 100.000 EinwohnerInnen. Das Startup Ewigbyte entwickelt eine glasbasierte Speichertechnologie, die Daten mit ultrakurzen Lichtpulsen direkt in Glas einschreibt. Die Technologie macht Informationen nur durch physische Zerstörung veränderbar, benötigt nach dem Schreiben keinen laufenden Energiebedarf und soll die digitale Souveränität Europas stärken.

Für diesen Ansatz erhält Ewigbyte nun 1,6 Millionen Euro in einer Pre-Seed-Finanzierung. Vanagon Ventures und Bayern Kapital führen die Runde an. Erfahrene Business Angels aus dem Baystartup-Investorennetzwerk beteiligen sich ebenfalls. Zusätzlich vergibt die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) einen Validierungsauftrag an das Startup. Das Kapital fließt in die Entwicklung eines industriellen Prototyps, der den Schritt von der Forschung in die Anwendung ermöglicht.

Daten dauerhaft in Glas eingeschrieben

Ewigbyte speichert Daten nicht in magnetischen oder elektrischen Zuständen, sondern schreibt sie mithilfe eines Femtosekunden-Lasers direkt in Glas. Pro Puls schreibt das System über eine Million Datenpunkte in Form winziger, QR-Code-ähnlicher Muster. Die Informationen bleiben dauerhaft physisch fixiert und widerstehen Umwelteinflüssen.

Das Team reagiert damit auf strukturelle Schwächen bestehender Speichertechnologien. Hitze, Feuchtigkeit, Cyberangriffe, Stromausfälle oder Sonnenstürme gefährden herkömmliche Systeme. Gleichzeitig steigen Energiebedarf und Kosten.

Prototyp als Grundlage für Pilotkunden

Mit dem frischen Kapital entwickelt Ewigbyte eine industrielle Schreib-, Speicher- und Lesemaschine als Prototyp. Dieses System bildet die Grundlage für die Zusammenarbeit mit ersten PilotkundInnen.

Steffen Klewitz, Mitgründer und CEO von Ewigbyte, sagt:

„Die Mittel aus dieser Runde erlauben uns, die Technologie schneller in einen industriell nutzbaren Zustand zu bringen. Wir können zentrale Komponenten sogar früher umsetzen als ursprünglich geplant und damit erste Pilotanwendungen ab diesem Jahr ermöglichen.“

Auch InvestorInnen zeigen sich überzeugt. Sandro Stark, General Partner bei Vanagon Ventures, meint:

„Der Ausbau der Speicherinfrastruktur ist der Schlüssel für alles, was davor liegt: KI, Energie, Rechenleistung. Sie ist der zentrale Baustein. Und Ewigbyte hat das Potenzial, in diesem Bereich zu einem Unternehmen von generationeller Bedeutung zu werden.“

Und Hans Schorsch, Business Angel aus dem Baystartup-Netzwerk und größter Einzelinvestor der Runde, berichtet:

„Das Pitch Deck hat mich sofort ‘infiziert’ und mir war klar: Das passt. Neben dem eigentlichen Unternehmenszweck, der Technologie sowie der Herausforderung neue Märkte zu erschließen, ist es etwas Besonderes, Teil von Ewigbyte zu sein und etwas wirklich Neues zu schaffen.“

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