Munich Startup
Die Exits des Jahres

Die Exits des Jahres

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

14. Dezember 2023

4 Min. Lesezeit

Der 27pilots-CEO Gregor Gimmy.
Deloitte übernimmt Venture-Client-Firma 27pilots: Gleich zu Beginn des Jahres machte die Münchner Venture-Client-Firma 27pilots Schlagzeilen, nachdem ihr CEO und Co-Founder Gregor Gimmy (im Bild) sie an die Unternehmensberatung Deloitte verkauft hatte. Der Deal wurde direkt zum 1. Januar 2023 gültig. Die 2018 in München gegründete Firma unterstützte Unternehmen bei der Zusammenarbeit und Übernahme von Startups. Dazu setzten die Münchner auf das Venture-Client-Modell: Etablierte Unternehmen dienen Startups als Pilotkunden, um deren Geschäftsmodell und Produkte zu validieren. Gimmy wurde im Zuge des Deals Partner bei Deloitte und blieb zugleich CEO des Venture-Client-Unternehmens. (Bild: 27pilots)
Chatchamp
Chatbot-Startup Chatchamp von Trbo übernommen: Im Februar schluckte dann eine Münchner Firma die andere. Chatchamp, das einen Chatbot entwickelt hatte, der KundInnen von Onlineshops beim Einkauf berät, wurde von Trbo übernommen, einer ebenfalls in München ansässigen Personalisierungsplattform für Websites. Diese will es mit ihrer KI-basierten Plattform Website-BetreiberInnen ermöglichen, dank dynamischer Onsite-Personalisierung ihre Webaufritte für jedeN BesucherIn individuell gestalten. Über den Kaufpreis haben die beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart, Chatchamp agiert trotz des Exits weiterhin als eigene Marke unter der Führung der Gründer. (Bild: Chatchamp)
hawa dawa AI+Munich Personio
Hawa Dawa von Bernard Gruppe übernommen: Das Luftqualitätsmonitoring von Hawa Dawa ermöglicht es, die Luftgüte flächendeckend in Echtzeit zu ermitteln und auszuwerten. Die Luftqualitätsdaten stammen aus allen verfügbaren Quellen, von Satelliten über bodengestützte öffentliche Messstationen bis hin zu IoT-Sensoren und korreliert sie mit anwendungsfallspezifischen Daten wie dem Verkehr. Die Genauigkeit der Messmethode genügt regulatorischen Anforderungen, wie vom TÜV Süd bestätigt wurde. Im März wurde das Münchner Startup von der Bernard Gruppe gekauft, ein Familienunternehmen für Ingenieurdienstleistungen mit Sitz in Tirol. (Bild: Stadt München / Andreas Heddergott)
Khulula übernimmt Planetics: Im März 2023 machte Planetics öffentlich, dass es auf der Suche nach einem strategischen Partner war, der die Plattform, einen Marktplatz für nachhaltige Sportartikel, übernehmen sollte. Nach zwei Monaten der Suche und Gespräche mit möglichen Käufern entschieden sich die Gründer schließlich für Khulula. Das Unternehmen entwickelt eigene Produkte aus Naturfaser-Verbundstoffen und berät Vereine und Unternehmen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Das Unternehmen übernahm alle wesentlichen Assets zur Fortführung von Planetics.de, das Gründertrio um Alexandros Taflanidis, Fabian Hörst und Raphael Breitner ging im Zuge des Exits von Bord. (Bild: Planetics)
Magazino
Magazino wird Teil von Jungheinrich: Zu den Exits des Jahres zählt auch die Übernahme von Magazino. Das Startup wurde 2014 gegründet und hat einen mobilen Kommissionier-Roboter entwickelt, der in der Lage ist, intelligent im Lager zu navigieren und präzise die richtigen Kartons zu greifen. Das System hat es in die Lager verschiedener Industriekunden, Online-Händler und Logistikdienstleister geschafft und arbeitet dort parallel zum Menschen. Zudem hat das Startup die Softwareplattform ACROS.AI („Advanced Cooperative Robot Operating System, powered by A.I“) für intelligente Roboter entwickelt, ein modulares Software-Toolkit für die Entwicklung und den Betrieb intelligenter und kooperativer Roboter in komplexen und dynamischen Umgebungen. Im August wurde Magazino dann Teil von Jungheinrich. Das Hamburger Intralogistik-Unternehmen beteiligte sich bereits 2020 an dem Startup, 2022 erhöhten die Hamburger ihre Anteile auf 21,7 Prozent bis sie 2023 die Anteile der verbliebenen Mitgesellschafter erwarben. Auch die Gründer gaben ihre Anteile ab, Frederik Brantner und Lukas Zanger blieben Magazino als CEO bzw. COO erhalten. Der dritte Gründer Nikolas Engelhard verließ das Unternehmen bereits 2020. (Bild: Magazino)
Roboter Panda Franka Emika
Agile Robots übernimmt Franka Emika: Im November schließlich wurde der von einer Insolvenz gebeutelte Münchner Robotik-Spezialist Franka Emika von Agile Robots übernommen. Der ebenfalls in München ansässige Anbieter von Robotik-Lösungen hat die Zustimmung des Gläubigerausschusses von Franka Emika zu diesem Schritt erhalten. Das Unternehmen plane, den Betrieb von Franka Emika mit seinen rund 100 MitarbeiterInnen fortzuführen. Auch wolle man in das weitere Wachstum des Unternehmens in Bayern investieren. Dazu zählen die Ausweitung des Produktportfolios, die Stärkung des globalen Vertriebs und die Weiterführung der F&E-Aktivitäten. (Bild: Franka Emika)
Mehr davon

Passende Beiträge zum Weiterlesen

15 Millionen für Defencetech Project Q
Deals

15 Millionen für Defencetech Project Q

16.07.26
2 Min.
Sherpa baut KI-Plattform mit 2 Millionen Euro aus
Deals

Sherpa baut KI-Plattform mit 2 Millionen Euro aus

14.07.26
2 Min.
Helsing schließt Milliardenrunde ab
Deals

Helsing schließt Milliardenrunde ab

14.07.26
2 Min.
Knapp 3 Millionen Euro für Finto
Deals

Knapp 3 Millionen Euro für Finto

13.07.26
3 Min.
Insgesamt 91 Millionen Euro für Quantum Diamonds
Deals

Insgesamt 91 Millionen Euro für Quantum Diamonds

10.07.26
2 Min.
411 Millionen Euro: Proxima Fusion wird wertvollstes Fusionsunternehmen Europas
Deals

411 Millionen Euro: Proxima Fusion wird wertvollstes Fusionsunternehmen Europas

09.07.26
3 Min.