Munich Startup
Fides schließt Seed-Runde mit 4,4 Millionen Euro ab

Fides schließt Seed-Runde mit 4,4 Millionen Euro ab

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

18. Oktober 2022

2 Min. Lesezeit

Fides entwickelt eine Software-Lösung, die Unternehmen eine ganzheitliche Übersicht über ihre rechtlichen Pflichten geben soll. Das Startup, 2021 von Lisa Gradow, Phillippa Peters und Vincent Bobinsky gegründet, hat damit vor allem Prozesse wie Abstimmungen oder Jahresabschlüsse im Blick, bei denen es besonders kritisch ist, Fehler zu vermeiden. Hierfür strukturiert die Fides-Plattform Zuständigkeiten, erinnert an Aufgaben, sammelt Daten und hält Entscheidungen chronologisch fest. Damit hilft das Startup Unternehmen dabei, den Governance-Teil der ESG-Kriterien besser zu erfüllen.

„Juristen haben den Status Quo in Unternehmen bisher nicht infrage gestellt, sondern einfach akzeptiert, dass Word, PDF, Excel, E-Mail und ihr eigenes Gedächtnis die nötigen Werkzeuge sind“,

erklärt Co-Founderin Lisa Gradow gegenüber Gründerszene. Die studierte Juristin hat bereits das Münchner Startup Usercentrics mit aufgebaut und ist auch schon selbst als Business Angel in Erscheinung getreten. 

Zahlreiche namhafte Business Angels investieren in Fides

Nachdem das Startup im Sommer erfolgreich an Arc, dem ersten europäischen Accelerator-Programm von Sequoia, teilgenommen hat, folgt nun die Seed-Finanzierung. Die eingesammelten 4,4 Millionen Euro stammen von La Famiglia als Lead-Investor sowie dem Frühphasen-VC Angel Invest und dem auf Gründerinnen fokussierten Fonds Auxxo Female Catalyst.

Außerdem beteiligten sich mehrere Angel Investoren an der Runde. So sind unter anderem Cristina Stenbeck, Hauptaktionärin der schwedischen Beteiligungsfirma Kinnevik und Vorsitzende des Zalando-Aufsichtsrats, und Christa Davies, CFO des Versicherungsmaklers Aon, mit an Bord. Außerdem haben Russ Heddleston, Gründer des US-Startups Docsend, Marlon Braumann, Partner bei Peter Thiels Investmentarm Elevat3, sowie Katharina Jünger, Gründerin von Teleclinic, investiert. Das Geld soll in den weiteren Ausbau der Plattform fließen, hier steht besonders ein KI-Tool zur Automatisierung von Aufgaben im Vordergrund.

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