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Finanzierung für astrofactum: Hubble-Nachfolger geplant

Finanzierung für astrofactum: Hubble-Nachfolger geplant

Florian Deglmann

Florian Deglmann

Der Exil-Nürnberger erforschte bis April 2019 als Redakteur die Münchner Startup-Szene.

20. März 2017

2 Min. Lesezeit

Die astrofactum GmbH hat sich OHB Venture Capital GmbH als Investor und strategischen Partner gesichert. OHB Venture Capital ist eine hundertprozentige Tochter des börsennotierten Raumfahrt-Technologiekonzerns OHB SE. Durch die Beteiligung profitiert astrofactum vor allem von 35 Jahren Erfahrung der OHB Gruppe, welche auf High-Tech-Lösungen in der Raumfahrt spezialisiert ist. Ergänzend kommt der Beteiligung das weitreichende Netzwerk in der Forschungslandschaft zugute.

astrofactum wurde 2014 mit dem langfristigen Ziel gegründet, einer breiten Nutzergruppe den Zugang zu astronomischen Anwendungen aus dem Weltraum zu ermöglichen. Die Aktivitäten umfassen sowohl die Konzeption und Umsetzung der Projekte als auch die Vermarktung der damit verbundenen Beobachtungskapazitäten.

„astrofactum demokratisiert den Weltraum. Mit unserem Nachfolger für das Weltraumteleskop Hubble werden nicht nur Wissenschaftler, sondern auch astronomisch interessierte Bürger das Universum erforschen können. Die Zusammenarbeit mit OHB ist ein wichtiger Meilenstein“,

so Heiko Wilkens, Geschäftsführer des Münchner Jungunternehmens.

© astrofactum GmbH

Neues Weltraumteleskop geplant

OHB Venture Capital Geschäftsführer Jochen Harms sagt:

„astrofactum liegt genau im Zentrum unseres Investitionsportfolios – ein europäisches Unternehmen mit Bezug zu Weltraum-Technologien und einem starken Service-Fokus.“

Dr. Fritz Merkle, Vorstand der OHB SE, ergänzt:

„Die Geschäftsideen von astrofactum bereichern das Portfolio der OHB SE in einer ganz neuen Richtung von Anwendungen und Dienstleistungen im Bereich der astronomischen Forschung und einem Kundenkreis aus Wissenschaft, Bildung und Amateurastronomie.“

In einem ersten Schritt wird das Unternehmen freie terrestrische und satellitengebundene Beobachtungskapazitäten bündeln und Nutzern aus dem privaten und institutionellen Bereich anbieten. Hierdurch soll ein Angebot von astronomischen Diensten für eine weltweite Nutzercommunity aufgebaut werden, um in einem zweiten Schritt das Weltraumteleskop-Projekt „Public Telescope“ anzuschieben.

Neu an dem Geschäftsmodell ist der uneingeschränkte Zugang durch die Nutzergruppen Privat-Astronomen und Personen aus dem Bildungssektor. Für die Wissenschaft soll das Weltraumteleskop die Lücke für Beobachtungen im ultravioletten Spektralbereich schließen, die sich mit dem Betriebsende des Hubble Weltraumteleskops ab dem Jahr 2020 ergeben wird.

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