Munich Startup
Großes Gazellen-Potenzial bei IKT-Startups

Großes Gazellen-Potenzial bei IKT-Startups

Helen Duran

Helen Duran

Als Redakteurin ist die Wirtschaftsgeografin Helen Duran seit 2015 für Euch in der hiesigen Gründerszene unterwegs. Sie ist neugierig auf Eure spannenden Startup-Geschichten!

8. Oktober 2015

2 Min. Lesezeit

Die Gründungskultur in Deutschland entwickelt sich positiv, jedoch fehlen laut „Trendbarometer junge IKT-Wirtschaft“ mehr als einem Drittel der Jungunternehmern die Rahmenbedingungen für ein schnelles Wachstum. Trotzdem erwarten die befragten Startups in der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) nach wie vor eine positive Entwicklung – und schnelles Wachstum wird zumindest von allen angestrebt.

„Trendbarometer junge IKT-Wirtschaft“ verzeichnet gute Stimmung bei jungen IKT-Unternehmen

Der jungen IKT-Branche in Deutschland geht es laut Umfrage gut: Sechs von zehn jungen IKT-Unternehmen haben derzeit eine gute Auftragslage und ganze 93 Prozent erwarten in den kommenden zwölf Monaten eine positive Auftragsentwicklung. Dies ist ein zentrales Ergebnis der Befragung „Trendbarometer junge IKT-Wirtschaft 2015“, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt wurde. Befragt wurden ehemalige Teilnehmer des „Gründerwettbewerb – IKT Innovativ“.

In Deutschland gibt es demzufolge ein erhebliches Potenzial an schnell wachsenden, innovativen jungen Unternehmen, sogenannten Gazellen. „Die ‚Gazellen‘ sind Hoffnungsträger für eine Erneuerung der Wirtschaft, für Wachstum und Arbeitsplatzaufbau aus einem dynamischen Gründungsgeschehen heraus“, sagt Dr. Jan Wessels, der mit der Durchführung der Studie beauftragt war.

Neue Finanzierungsmöglichkeiten als Alternative

Zum Problem wird jedoch oftmals die Finanzierung: 38 Prozent der jungen IKT-Unternehmen halten ihre Bestrebungen aufgrund ungünstiger Rahmenbedingungen für nicht realisierbar. Knapp ein Drittel zieht entsprechend den Schritt ins Ausland in Erwägung, weil in Deutschland für sie keine Chance auf ausreichend Wachstumskapital besteht.

Dabei sind die befragten Startups alternativen Finanzierungsmöglichkeiten gegenüber sehr offen. Zwar stehen klassische Finanzierungsmöglichkeiten wie Eigenkapital und Business Angels nach wie vor an der Spitze, die Alternativen erhalten aber zunehmend mehr Gewicht: Wagniskapital als Wunschfinanzierung ist in der Einschätzung der Startups gestiegen; immerhin 34 Prozent der IKT-Jungunternehmen sind zudem offen für Crowdfunding (2014 waren es nur 23 Prozent).

Positivere öffentliche Wahrnehmung

Nach Einschätzung der Startups wandelt sich auch die Wahrnehmung von Gründertum in Deutschland allgemein: Deutlich mehr als die Hälfte von ihnen registriert sowohl in Medien und der Politik als auch in der Gesellschaft zunehmend gründungsfreundliche Tendenzen.

Seit 2011 werden im Auftrag des BMWi regelmäßig junge IKT-Unternehmen nach ihrer wirtschaftlichen Lage, ihren Erwartungen für die Zukunft sowie aktuellen IKT- und gründungsrelevanten Themen befragt.

Mehr davon

Passende Beiträge zum Weiterlesen

15 Millionen für Defencetech Project Q
Deals

15 Millionen für Defencetech Project Q

16.07.26
2 Min.
Sherpa baut KI-Plattform mit 2 Millionen Euro aus
Deals

Sherpa baut KI-Plattform mit 2 Millionen Euro aus

14.07.26
2 Min.
Helsing schließt Milliardenrunde ab
Deals

Helsing schließt Milliardenrunde ab

14.07.26
2 Min.
Knapp 3 Millionen Euro für Finto
Deals

Knapp 3 Millionen Euro für Finto

13.07.26
3 Min.
Insgesamt 91 Millionen Euro für Quantum Diamonds
Deals

Insgesamt 91 Millionen Euro für Quantum Diamonds

10.07.26
2 Min.
411 Millionen Euro: Proxima Fusion wird wertvollstes Fusionsunternehmen Europas
Deals

411 Millionen Euro: Proxima Fusion wird wertvollstes Fusionsunternehmen Europas

09.07.26
3 Min.