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Helmholtz-Gemeinschaft: 1,4 Millionen Euro für künstliche Intelligenz

Helmholtz-Gemeinschaft: 1,4 Millionen Euro für künstliche Intelligenz

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

4. April 2019

2 Min. Lesezeit

Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert ihre Forschungseinheit Helmholtz Artificial Intelligence Cooperation Unit (HAICU) mit 11,4 Millionen Euro. Ihr Hauptsitz wird in München sein.

Sämtliche Bereiche der modernen Forschung produzieren tagtäglich riesige Mengen an Daten. Künstliche Intelligenz (KI) spielt bei der Verarbeitung dieser Daten eine große Rolle. Der Einsatz von KI gibt den Wissenschaftlern die Möglichkeit, die Daten zu analysieren, zu verknüpfen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Um die Chancen der künstlichen Intelligenz möglichst umfassend zu nutzen, baut die Helmholtz-Gemeinschaft den Bereich der angewandten KI aus. 11,4 Millionen Euro fließen in die Forschungseinheit Helmholtz Artificial Intelligence Cooperation Unit (HAICU), deren Zentrale am Helmholtz-Zentrum München aufgebaut wird. Hier werden mehrere Forschungseinheiten sowie eine Expertengruppe zur Unterstützung arbeiten.

Bigger nicht immer gleich better

Leiter der bundesweit operierenden Forschungsplattform ist Prof. Fabian Theis. Als Direktor des Instituts für Computational Biology am Helmholtz Zentrum München und Professor für Mathematische Modellierung biologischer Systeme an der Technischen Universität München weiß Prof. Fabian Theis, was es bedeutet, mit riesigen Datenmengen umgehen zu müssen:

„Die sprichwörtlichen Big Data sind heute in aller Munde, wobei bigger per se erstmal nicht unbedingt better bedeutet. Bigger wird erst dann zum Erfolg, wenn die KI mit jedem neuen Datenpunkt smarter wird und man die Daten immer besser durchforsten und kombinieren kann — und genau daran arbeiten wir.“

Prof. Matthias H. Tschöp, CEO des Helmholtz Zentrums München, sieht in dem Projekt und der Auswahl Münchens als Zentrale eine weitere Bestätigung Münchens als den Standort für zukunftsfördernde Spitzenforschung im Life-Science-Bereich:

„Wir freuen uns und verstehen den Zuschlag als Anerkennung für unsere bereits angestoßenen Aktivitäten im Bereich der Schlüsseltechnologie künstliche Intelligenz und ihrer Anwendung in der Biomedizin.“

Zudem festige HAICU die Zusammenarbeit mit der Industrie sowie den beiden Münchner Universitäten.

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat eine gute Ausgangsposition für angewandte KI: sie betreibt etwa große Forschungsinfrastrukturen für Kern- und Teilchenphysik, einen Supercomputer, Satelliten-Missionen oder befasst sich mit komplexen Simulationen von Stammzellen. HAICU soll all diese Daten nutzen um ein weltweit führender Kompetenzträger im Bereich angewandter KI zu werden.

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