Helsing, das führende europäische Unternehmen für Verteidigungstechnologie, stellt Area 9 vor, eine Forschungseinheit an der Schnittstelle von KI und autonomen Systemen, und präsentiert RX-1 – eine Robotik-Forschungsplattform für Europa. Die Plattform soll europäischen Laboren eine souveräne Alternative zu außereuropäischer Robotik-Hardware bieten.
Hinter Area 9 steht Antoine Bordes, Chief Scientist von Helsing. Die Einheit soll Grundlagenforschung schneller in operative Fähigkeiten übersetzen. Ein erstes Beispiel war Centaur, Helsings KI-Agent für den Luftkampf, der nach Unternehmensangaben einen Saab Gripen E steuerte und nun Grundlage für den autonomen Kampfjet CA-1 Europa ist.
ETH Zürich und INRIA Paris starten mit RX-1
Die ersten akademischen Partner sind die Robotikgruppe von Marco Hutter an der ETH Zürich und INRIA Paris. Beide Einrichtungen sollen RX-1 für Forschung an der Schnittstelle von KI, Robotik und autonomen Systemen einsetzen.
Hutter bezeichnet RX-1 als fortgeschrittene europäische Hardware-Plattform für Outdoor-Robotik. Bordes betont die europäische Entwicklung und Fertigung sowie die Leistungsfähigkeit unter widrigen Umweltbedingungen.
Für Helsing ist RX-1 ein weiterer Schritt vom KI-Softwareanbieter hin zu einem breiter aufgestellten Defencetech-Unternehmen. Das Münchner Unternehmen hat im Juni 2025 eine Series-D-Finanzierung über 600 Millionen Euro bekanntgegeben: Das Kapital soll die europäische technologische Souveränität stärken.
Ex-Rheinmetall-Manager Frank Dirksen wird Chief Commercial Officer
Neben Area 9 und RX-1 verkündet Helsing parallel auch personelle Neuigkeiten: Frank Dirksen ist seit Juni 2026 der neue Chief Commercial Officer (CCO) bei Helsing. Dirksen wechselt von Rheinmetall zu Helsing, wo er unter anderem das CEO-Büro leitete sowie als CEO und Country Lead von Rheinmetall Südafrika tätig war. Darüber hinaus blickt er auf eine 15-jährige Laufbahn bei der Bundeswehr sowie Erfahrungen als Unternehmensberater zurück.
Mit der Personalie unterstreicht Helsing seinen Anspruch, die Kommerzialisierung und internationale Skalierung seiner Verteidigungstechnologien voranzutreiben. Das Unternehmen befindet sich nach mehreren Großaufträgen und der jüngsten Finanzierung in einer Phase starken Wachstums und baut dafür gezielt seine Führungsstruktur aus.
Co-CEO und Mitgründer Gundbert Scherf sagt:
„Frank verbindet internationale Expertise in der Verteidigungsbranche mit der Fähigkeit, tragfähige Beziehungen zu Regierungen, Streitkräften, Lieferanten und Industriepartnern aufzubauen. Mit seiner Skalierungserfahrung wird er einen wertvollen Beitrag für den weiteren Wachstumskurs von Helsing leisten.“
Frank Dirksen selbst verweist auf die zunehmende Bedeutung von KI für militärische Fähigkeiten:
„Künstliche Intelligenz verändert militärische Fähigkeiten grundlegend. Helsing ist einzigartig positioniert, um diese Transformation anzuführen, und ich freue mich darauf, Teil des Teams zu werden, das sie vorantreibt.“






