Munich Startup
Diese Münchner Startups sind reif für ein Investment

Diese Münchner Startups sind reif für ein Investment

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

18. April 2024

4 Min. Lesezeit

Investment
Bei der Bewertung, welches Startup reif für ein Investment ist, orientieren wir uns am „Dealroom Signal“ der Munich Startup Insights. Dieses bewertet die Unternehmen anhand von vier Kategorien: „Timing“ gibt an, wie viel Zeit seit der letzten Finanzierungsrunde vergangen ist; „Growth Rate“ bezieht sich auf die Wachstumsrate des Startups; „Founding Team“ betrachtet die GründerInnen und welche Erfolge sie bereits feiern konnten; und „Completeness“ schließlich bezieht sich auf die Datenlage des Startups innerhalb der Insights. Startups können in allen vier Kategorien eine Punktzahl von maximal 100 erreichen, ebenso in der Gesamtwertung. (Bild: Rawpixel / Freepik)
Quantum Systems
Quantum Systems: Die Vector-Drohne des Münchner Startups Quantum Systems ist in der Lage, senkrecht zu starten und zu landen und kann sowohl mit festem Flügel als auch als Multikopter verwendet werden. Zusätzlich verspricht der Hersteller eine Batterielaufzeit von 120 Minuten und eine Videoübertragungs-Reichweite von mehr als 15 Kilometern. Die ursprünglich für die Landwirtschaft und im Bausektor eingesetzten Drohnen kommen seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine auch im Militär zum Einsatz. Seitdem ist das Interesse an der Lösung der Münchner stark gestiegen – nicht nur bei Investoren, die erst im Oktober des vergangenen Jahres 63,6 Millionen Euro in Quantum Systems investierten. Die Wachstumsrate des Startups erreicht im Dealroom Signal 94 von 100 Punkten und bringt so die Gesamtpunktzahl auf 78 Zähler. (Bild: Quantum Systems)
Jolt
Jolt Energy: Mit seinen Schnelladestationen setzt Jolt Energy auf Batteriespeicher, die die bestehenden Niederspannungsnetze in den Städten ergänzen sollen. Sie liefern zusätzliche Energie für den Ladevorgang und ermöglichen es, Strom für bis zu 100 Kilometer Reichweite in fünf Minuten zu laden. Die Ladestationen liefern eine Leistung von bis zu 320 kW. Auf diese Weise will das Startup es ermöglichen, Schnelladeinfrastruktur aufzubauen, ohne große Eingriffe in das Stromnetz vornehmen zu müssen. In den kommenden Jahren will das Startup tausende Schnellladestationen in europäischen und nordamerikanischen Städten installieren. Das im Mai 2023 abgeschlossene Investment über 150 Millionen Euro war hierfür ein wichtiger Schritt. Im Dealroom Signal zeichnet sich der Bedarf für die nächste Runde ab: Mit 95 Punkten im Segment „Timing“ und 77 Gesamtpunkten. (Bild: Jolt Energy)
Lanes & Planes
Lanes & Planes hat sich auf B2B-Lösungen für Geschäftsreisen in Europa spezialisiert. Mit einem All-in-One-Ansatz kümmert sich das Startup um Reisebuchungen, Genehmigungen und Spesenmanagement in einer digitalen Plattform, die Integrationen in alle bestehenden Unternehmenssysteme ermöglicht. Nach eigenen Angaben konnte das Startup seit Anfang des Jahres 2022 seinen Umsatz um mehr als das Neunfache steigern. Ein Wachstum, das sich auch im Dealroom Signal widerspiegelt: Die Growth Rate von Lanes & Planes wird mit 96 Punkten bewertet, die Gesamtpunktzahl liegt bei 75 – das Timing hingegen nur bei 39 Zählern, da das Startup erst im Oktober seine Series-B-Finanzierung in Höhe von 33 Millionen Euro abgeschlossen hat. (Bild: Lanes & Planes)
Voltstorage
Voltstorage: Mit Speichersystemen auf Basis der besonders ökologischen Redox-Flow-Technologie kann Strom aus erneuerbaren Energiequellen völlig wetterunabhängig genutzt werden. Auf diese Weise will Voltstorage grüne Energie effizient rund um die Uhr nutzbar machen. Außerdem entwickelt das Münchner Startup parallel die Eisen-Salz-Technologie, die sich aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften vor allem als Langzeitspeicher-Batterie für die Sicherstellung einer dauerhaften Grundlastfähigkeit von Wind- und Solarparks eignen soll. Das letzte Investment für Voltstorage liegt inzwischen etwas zurück: Im Sommer 2022 sammelte das Startup 24 Millionen Euro mit seiner Series-C ein. Weitere 30 Millionen Euro gab es ein Jahr später von der Europäischen Investitionsbank, allerdings in Form eines Venture-Debt-Kredits. Damit wird es langsam Zeit für das nächste Investment, das Timing erhält im Dealroom Signal 73 Punkte, die Gesamtpunktzahl von Voltstorage liegt bei 75. (Bild: Voltstorage)
Yoummday
Yoummday bietet mit seinem Work@home-Betriebssystem Solo-Selbstständigen die Möglichkeit, von überall auf der Welt im Kundenservice zu arbeiten. Zu den Kunden des Startups gehören nach eigener Aussage DAX-Konzerne, etablierte E-Commerce-Player und Startups. Diese können für ihre Projekte auf rund 10.000 qualifizierte Solo-Selbstständige aus über 70 Ländern auf der Plattform zurückgreifen. Bereits 2017 gegründet sicherte sich Yoummday bisher nur einmal in seiner Unternehmensgeschichte Venture Capital: Anfang 2022 investierten Project A und Armira 30 Millionen Euro in das Startup. Seither ist das Unternehmen auf Wachstumskurs. Das Dealroom Signal liegt bei 74 Zählern. (Bild: Freepik)

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