Munich Startup
Diese Münchner Startups sind reif für ein Investment

Diese Münchner Startups sind reif für ein Investment

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

23. Januar 2024

4 Min. Lesezeit

Investment
Bei der Bewertung, welches Startup reif für ein Investment ist, orientieren wir uns am „Dealroom Signal“ der Munich Startup Insights. Dieses bewertet die Unternehmen anhand von vier Kategorien: „Timing“ gibt an, wie viel Zeit seit der letzten Finanzierungsrunde vergangen ist; „Growth Rate“ bezieht sich auf die Wachstumsrate des Startups; „Founding Team“ betrachtet die GründerInnen und welche Erfolge sie bereits feiern konnten; und „Completeness“ schließlich bezieht sich auf die Datenlage des Startups innerhalb der Insights. Startups können in allen vier Kategorien eine Punktzahl von maximal 100 erreichen, ebenso in der Gesamtwertung. (Bild: Rawpixel / Freepik)
Klar Insights: Gegründet von Maximilian Rast, Cillié Burger und Frank Birzle entwickelt Klar eine Business Intelligence Plattform für kleine und mittlere E-Commerce-Marken. Hierfür nutzt das Startup Daten aus allen relevanten Datenquellen von Drittanbietern, um den Marken ein transparentes Verständnis ihrer Finanzen, des Kaufverhaltens ihrer KundInnen und ihrer Marketingeffizienz über alle Kanäle hinweg zu bieten. Die Seed-Runde für Klar liegt inzwischen gut zwei Jahre zurück: im März 2022 erhielten die Münchner 2,3 Millionen Euro von Cherry Ventures und diversen Business Angels. Aber nicht nur das Timing für die nächste Runde stimmt, auch das Team überzeugt. So holte Frank als Co-Founder von Ottonova, Cillié als VP of Engineering und Maximilian als CMO mit an Bord des Insurtechs. Danach landeten Max als CMO bei Yfood, Cillié als CTO bei Teleclinic, bevor die drei Klar gemeinsam gründeten. Das Dealroom Signal des Startups erreicht daher 82 Zähler, mit 100 Punkten im Segment „Timing“ und 99 Punkten im Segment „Founding Team“. (Bild: Klar Insights)
Qwello
Qwello: Das E-Mobility-Startup Qwello bietet Städten schlüsselfertige Ladelösungen, indem es kommunale Partnerschaften über öffentliche Konzessionsverträge eingeht und sowohl Ladeinfrastruktur als auch Ladedienstleistungen anbietet. Mit diesem Ansatz ist das Münchner Startup bereits in vielen europäischen Märkten unterwegs und konnte zuletzt nach Großbritannien, Frankreich und Polen expandieren. In Sachen Finanzierungen hat sich für Qwello hingegen schon länger nichts mehr getan. Zuletzt konnte das Startup Ende 2021 ein Investment verkünden – das brachte aber immerhin 50 Millionen Euro ein. Das Dealroom Signal sagt, es ist Zeit für die nächste Runde und gibt dem Startup 80 Punkte. (Bild: Qwello)
Alasco
Alasco hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bau- und Immobilienbranche auf Augenhöhe mit digital führenden Industrien zu bringen. Hierzu hat das Startup eine cloudbasierte Software entwickelt, die Projektentwicklern, Bauträgern und Asset Managern das Finanzcontrolling und ESG-Management erleichtert. Seit seiner Gründung 2018 hat das Münchner Startup viel Zuspruch von Investoren erhalten. Geldgeber wie HV Capital, Picus Capital, Global Founders Capital und auch die Flixbus-Gründer haben bereits in Alasco investiert. Zuletzt schloss das Startup Ende 2021 seine Series-B in Höhe von 35 Millionen Euro ab – das nächste Investment könnte also kommen. Im Dealroom Signal kommt Alasco auf 79 Punkte, mit 100 Zählern im Segment „Timing“. (Bild: Alasco)
Air up
Air Up: Reichen gut 66 Millionen Euro aus, um EuropäerInnen und AmerikanerInnen Wasser schmackhaft zu machen? Vor dieser Frage steht das Münchner Startup Air Up. Mit seinem Trinksystem verleiht es Wasser nur über Duft bestimmte Geschmäcker und will so Soft-Drink-verwöhnte KonsumentInnen wieder zu einem gesünderen Trinkverhalten helfen. Mit Pepsi, Ashton Kutcher und Mila Kunis hat Air Up dabei schon Unterstützung erhalten, für die es von so manch anderem Startup beneidet werden dürfte. Zuletzt, im Sommer 2021, konnte das Startup dann auch 40 Millionen Euro einsammeln. Das Dealroom Signal liegt bei 78 Punkten, auch hier mit 100 Zählern im Segment „Timing“. (Bild: Air Up)
Zavvy
Zavvy setzt auf vorhandene Personaldaten, um Mitarbeiter-Programme zu erstellen, die in Arbeitsabläufe integriert sind. Hierzu verknüpfen die Münchner das Personalinformationssystem (HRIS) mit Kommunikationsplattformen wie Slack oder Microsoft Teams. Dies soll es Unternehmen ermöglichen, Workflows auf ihre individuellen Bedürfnisse zuzuschneiden. Die Gründer Joshua Cornelius und Mehmet Yilmaz – vielen auch als Freeletics-Mitgründer bekannt – konnten zuletzt Anfang 2022 InvestorInnen von ihrem 2021 gegründeten Startup überzeugen. Damals kassierten sie 3,4 Millionen Euro. Es wäre also an der Zeit für ein neues Investment: Das Dealroom Signal liegt bei 78 Punkten. (Bild: Zavvy)
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