Munich Startup
Diese Münchner Startups sind reif für ein Investment

Diese Münchner Startups sind reif für ein Investment

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

15. November 2023

4 Min. Lesezeit

Investment
Bei der Bewertung, welches Startup reif für ein Investment ist, orientieren wir uns am „Dealroom Signal“ der Munich Startup Insights. Dieses bewertet die Unternehmen anhand von vier Kategorien: „Timing“ gibt an, wie viel Zeit seit der letzten Finanzierungsrunde vergangen ist; „Growth Rate“ bezieht sich auf die Wachstumsrate des Startups; „Hiring Pace“ betrachtet, wie viele offene Stellen ein Startup hat und wie schnell es diese besetzen kann; und „Completeness“ schließlich bezieht sich auf die Datenlage des Startups innerhalb der Insights. Startups können in allen vier Kategorien eine Punktzahl von maximal 100 erreichen, ebenso in der Gesamtwertung. (Bild: Rawpixel / Freepik)
Divizend
Divizend: Das Steuerrecht ist eine komplizierte Sache und es macht auch vor der Börse nicht Halt. So werden zum Beispiel Dividenden auf eine Aktie aus dem Ausland zweimal besteuert: einmal mit der ausländischen Quellensteuer und dann erneut mit der heimischen Einkommensteuer. AnlegerInnen können sich dies zwar zurückerstatten lassen, doch ist der Prozess komplex und wenig standardisiert. Das Startup Divizend hilft PrivatanlegerInnen, ihre Steuern zurückzufordern, indem es den Prozess der Quellensteuerrückerstattung automatisiert. 2019 gegründet, hat Divizend inzwischen neben seinem Münchner Büro auch Niederlassungen in Luxemburg und der Schweiz. 90 Punkte im Dealroom Signal zeigen, dass das Startup reif für ein Investment ist. (Bild: Divizend)
Workerbase
Workerbase: Mit seiner Softwareplattform verknüpft Workerbase Maschinen, Prozesse, Material und Menschen in Echtzeit. Letztere werden dabei über Wearables in die Abläufe eingebunden. Auf diese Weise will das Startup dabei helfen, produktionsbezogene Probleme zu lösen. Taucht ein spezifisches Problem auf, stellt die Lösung von Workerbase automatisch ein Team zusammen, das über die notwendigen Fähigkeiten zu dessen Lösung verfügt. Dabei achtet es zudem auf den Standort und die Verfügbarkeit der MitarbeiterInnen. Im Oktober 2022 schloss das Startup seine letzte Finanzierungsrunde ab: Almaz Capital, Porsche Ventures, Bayern Kapital und Point Nine brachten die Series-A von Workerbase auf 10 Millionen Euro. Mit 81 Punkten in der Dealroom Signal Gesamtbewertung nähert sich nun die Zeit für das nächste Investment. (Bild: Workerbase)
Die Alaiko-Gründer Moritz Weisbrodt und Gabriel Thomalla (v.l.)
Alaiko bietet Onlineshops eine automatisierte Plattform, die sie mit Logistik- und Versanddienstleistern verbindet. Durch den Service der Münchner können Shops ihren KundInnen außerdem eine nahtlose Plattform für das Selbstmanagement von Bestellungen anbieten. Zuletzt erhielt das Startup Anfang 2022 26,5 Millionen Euro in seiner Series-A-Finanzierungsrunde. Damals beteiligten sich mehrere amerikanische Investoren sowie Business Angels, angeführt vom Siemens-VC Next47. Neben dem Timing (100 Punkte) überzeugt Alaiko im Dealroom-Signal auch mit seinem Gründerteam: Denn Moritz Weisbrodt und Gabriel Thomalla haben auch schon das Münchner Startup Kaia Health als Cofounder zum Erfolg geführt. (Bild: Alaiko)
Munich Quantum Instruments
Munich Quantum Instruments: Quantentechnologien sind in aller Munde und Quantencomputing gilt als die Technologie der Zukunft. Und diese Zukunft wird auch in München entwickelt und vor allem gebaut – zum Beispiel in Form von Sensoren. Das Startup Munich Quantum Instruments etwa entwickelt Einzelphotonendetektoren. Erst 2022 gegründet ist das Team von Munich Quantum Instruments inzwischen auf 13 Personen angewachsen – nun wäre es Zeit für ein erstes Investment. Das Dealroom Signal bewertet das Startup mit insgesamt 73 Punkten. (Bild: Munich Quantum Instruments)
Lyntics
Lyntics: Mit seiner Plattform will das Unternehmen im Bereich Data Literacy unterstützen, also der Fähigkeit, die Strukturen hinter Daten zu verstehen, auszuwerten und anzuwenden. Hierzu sammelt es alle vorhandenen Arbeitsergebnisse über Abteilungs- und Unternehmensgrenzen hinweg und extrahiert, speichert und visualisiert die enthaltenen Logiken, Beziehungen und Informationen. Auf diese Weise soll das Wissen für alle MitarbeiterInnen im Unternehmen sofort verwendbar und durchsuchbar werden. Gegründet von den beiden ehemaligen Celonis-Mitarbeitern Andreas Kloetzel und Thomas Kerschbaumer konnte sich Lyntics bereits eine Seed-Finanzierung in Höhe von 3,2 Millionen Euro sichern. Das Dealroom Signal des Startups erreicht 73 Zähler, mit 100 Punkten im Segment „Timing“. (Bild: Lyntics)
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