Munich Startup
Diese Münchner Startups sind reif für ein Investment

Diese Münchner Startups sind reif für ein Investment

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

14. September 2023

4 Min. Lesezeit

Investment
Bei der Bewertung, welches Startup reif für ein Investment ist, orientieren wir uns am „Dealroom Signal“ der Munich Startup Insights. Dieses bewertet die Unternehmen anhand von vier Kategorien: „Timing“ gibt an, wie viel Zeit seit der letzten Finanzierungsrunde vergangen ist; „Growth Rate“ bezieht sich auf die Wachstumsrate des Startups; „Hiring Pace“ betrachtet, wie viele offene Stellen ein Startup hat und wie schnell es diese besetzen kann; und „Completeness“ schließlich bezieht sich auf die Datenlage des Startups innerhalb der Insights. Startups können in allen vier Kategorien eine Punktzahl von maximal 100 erreichen, ebenso in der Gesamtwertung. (Bild: Rawpixel / Freepik)
Ryd
Ryd: Mit seiner markenübergreifenden Lösung für mobiles Bezahlen an der Tankstelle hat das Münchner Startup Ryd schon einige Investoren von sich überzeugen können. Die Lösung funktioniert per App oder durch die Integration in die Infotainment-Systeme von Fahrzeugen. Hierfür ermöglicht das Startup eine einfache Integration für Drittanbieter wie Navigationssysteme oder Automobilhersteller. So können die NutzerInnen an teilnehmenden Tankstellen bezahlen, aber auch Zusatzservices von Ryd-Partnern nutzen. Aktuell ist das Unternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Portugal und Dänemark aktiv. Zuletzt konnte das Startup die Versicherung Axa Schweiz als Investor gewinnen. Das Dealroom Signal sieht mit 87 Punkten im Bereich „Timing“ nun nicht nur die Zeit für eine neue Finanzierung gekommen, mit 98 Zählern für das „Founding Team“ sieht es das Startup generell in guten Händen. (Bild: Ryd)
Luminovo GmbH
Luminovo: Auch bei Luminovo sehen die Munich Startup Insights mit 99 Punkten im Bereich „Timing“ die Zeit für das nächste Investment gekommen. Die Münchner bieten eine SaaS-Lösung, um Entwicklungsprozesse für neue Elektronikprodukte zu digitalisieren und zu automatisieren. Ihr Ziel ist es, die Entwicklungen aus Laboren und R&D-Abteilungen schneller als bisher an den Markt zu bringen. Im vergangenen Jahr konnte das Startup Investoren wie Chalfen Ventures aus London, Tencent, Verve Ventures, Khadjavi Capital Partners, La Famiglia und Cherry Ventures von sich überzeugen und eine Seed-Runde über 11 Millionen Euro abschließen. (Bild: Luminovo)
Die Tradelink-Gründer Michael Bücker, Frederic Krahforst und Tobias Nendel (v.l.)
Bei Tradelink – im Bild von links die Gründer Michael Bücker, Frederic Krahforst und Tobias Nendel – dreht sich alles um Logistik: Das Startup führt das Management von Lieferketten in einer SaaS-Plattform zusammen und will so deren Organisation vereinfachen und ihre Effizienz steigern. Anstelle einer Kommunikation über E-Mails und Excel-Tabellen werden alle beteiligten Parteien – Spediteure, Lieferanten und Lagerbetreiber – in die Plattform eingebunden. Digitale Papiere, voraussichtliche Lieferzeiten, Ladungsinformationen und die Kommunikation werden automatisiert. Auf ihrer Website versprechen die Münchner Kosteneinsparungen von 30 Prozent in Wareneingangs- und Warenausgangsprozessen, eine um 20 Prozent höhere Lagerkapazität sowie 60 Prozent weniger Standgelder und Fehlbelastungen. Zu den Kunden des Unternehmens gehören Sportscheck, Outfittery, Internetstores, Denner, Debatin und Schott. Das Dealroom Signal von Tradelink erreicht 71 Zähler, mit 92 Punkten im Segment „Timing“. (Bild: Tradelink)
Ariadnext IDnow Founder Europäischen Investitionsbank Identity Trust MAnagement
IDnow: Das Münchner Startup wurde 2014 von Dennis von Ferenczy, Sebastian Bärhold, Armin Bauer und Felix Haas gegründet und ist spezialisiert auf Identitätsüberprüfungslösungen wie Auto- und Video-Identifizierung und elektronische Signaturen. Das letzte klassische Investment für IDnow ist allerdings schon etwas her: 2019 schloss das Startup seine Series-C mit 36 Millionen Euro (40 Millionen Dollar) ab. Später sicherte sich das Startup jedoch noch Kreditfinanzierungen von der Europäischen Investitionsbank und Blackrock. Das Timing für eine neue Runde wäre jedenfalls laut Dealroom Signal mit 99 Punkten gerade richtig. (Bild: IDnow)
Anne Greul (CEO), Sebastian Wagner (CTO) und Patrick Tu (CPO) von Moonblock (v.l.)
Moonblock: Das Münchner Startup Moonblock entwickelt eine webbasierte Analyseplattform, um Marken-NFT-Projekte zu finden, zu analysieren und zu bewerten. Unternehmen sollen so die Produktperformance ihrer Web3-Aktivitäten messen und mit Mitbewerbern vergleichen können. Derzeit befindet sich das Startup in einem privaten Betatest mit ausgewählten Partnerunternehmen, dazu zählt nach Angaben des Startups ein ungenannter Dax-Konzern. Anfang dieses Jahres konnte Moonblock verschiedene Business Angels wie den früheren Audi-CTO Peter Mertens und Leon Szeli, Gründer von Presize, von sich überzeugen. Mit 68 Punkten in der Dealroom Signal Gesamtbewertung nähert sich nun die Zeit für das nächste Investment. (Bild: Moonblock)

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