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Jobs, Optimismus und künstliche Intelligenz: So ticken deutsche Startups

Jobs, Optimismus und künstliche Intelligenz: So ticken deutsche Startups

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

6. September 2022

2 Min. Lesezeit

An der Umfrage des Digitalverbands haben 148 deutsche Tech-Startups teilgenommen – eine nicht übermäßig große, aber wahrscheinlich schon aussagekräftige Stichprobe. Befragt wurden die Unternehmen zwischen Anfang April und Mitte Juni, also zu einem Zeitpunkt, als der russische Überfall auf die Ukraine und die hohe Inflation bereits in aller Munde waren. Der größte Teil der befragten Unternehmen befindet sich in der Early Stage (56) oder der Growth-Phase (28) und die Unternehmen beschäftigen im Schnitt 20 MitarbeiterInnen.

Die Ergebnisse stimmen vor allem positiv: 80 Prozent der Startups planen Neueinstellungen, 12 Prozent erwarten keine Veränderung und praktisch kein Startup plant Stellenabbau. Im Durchschnitt haben die Jungunternehmen fünf offene Stellen. Nach Ansicht von 42 Prozent der Unternehmen hat sich die Situation für Startups in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren verbessert. Weitere 40 Prozent sehen keine Veränderung und nur 12 Prozent beklagen Verschlechterungen für die Startup-Szene. 89 Prozent der GründerInnen würden mit den heutigen Erfahrungen wieder ein Startup gründen.

„Startups sind Vorreiter beim Technologie-Einsatz“

Startups sind der Untersuchung zufolge nicht nur Urheber technischer Innovationen, sondern setzen neue Technologien auch besonders häufig selbst ein. So nutzen 72 Prozent Cloud Computing und 12 Prozent planen den Einsatz. Bei 48 Prozent kommen Big Data und Datenanalyse zur Anwendung, weitere 33 Prozent überlegen eine Nutzung. Künstliche Intelligenz wird bereits bei 43 Prozent der Jungunternehmen genutzt, von 40 Prozent geplant. In der Gesamtwirtschaft setzen lediglich 37 Prozent der Unternehmen auf Datenanalyse, 11 Prozent auf künstliche Intelligenz.

Besonders stark fallen der tatsächliche Einsatz und die Planung beim Thema Blockchain auseinander: Während nur 9 Prozent die Technologie tatsächlich nutzen, planen es weitere 35 Prozent.

„Startups sind Vorreiter beim Technologie-Einsatz. Damit spielen sie auch eine wichtige Rolle für den Tech-Standort Deutschland“,

sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

„Man sollte sich die Innovationsstärke in allen Bereichen von Wirtschaft und Staat viel stärker zu Nutze machen. Die öffentliche Verwaltung sollte umfassend auf Lösungen von Startups zurückgreifen und dafür sorgen, dass Startups bei Ausschreibungen zum Zug kommen. Und kleine Unternehmen und Mittelständler, aber auch Konzerne sollten unbedingt auf das Know-how von Gründerinnen und Gründern zurückgreifen und mit ihnen zusammenarbeiten.“

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