Munich Startup
Lilium sichert sich weitere 114 Millionen Euro

Lilium sichert sich weitere 114 Millionen Euro

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

29. November 2022

2 Min. Lesezeit

Zu den Teilnehmern der Kapitalerhöhung gehören unter anderem Honeywell, Aciturri, die Liechtensteiner Privatbank LGT und der mit ihr verbundene Impact-Investor Lightrock, Tencent sowie B. Riley Securities und mit dem Konzern verbundene Unternehmen. Auch der neue CEO von Lilium, Klaus Roewe, sowie die drei Vorstandsmitglieder Barry Engle, David Wallerstein und Niklas Zennström beteiligen sich an der Kapitalerhöhung.

„Wir freuen uns, dass wir in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld eine so hochkarätige Gruppe von Unterstützern haben. Wir erwarten, dass diese Erlöse unsere Bilanz stärken und unsere Kommerzialisierungsbemühungen vorantreiben werden, einschließlich der Unterzeichnung von Kundenverträgen mit Vorauszahlungen, der Erzielung einer Einigung mit der EASA über unsere „Means of Compliance“ und dem Beginn der Montage des typkonformen Flugzeugs für die letzte bemannte Flugtestkampagne“,

sagt Lilium-CEO Klaus Roewe.

„Honeywell und Lilium teilen eine gemeinsame Vision von der Bedeutung der elektrischen Luftfahrt und den positiven Auswirkungen, die sie auf den Luftverkehr und die Dekarbonisierung haben wird. Wir sind stolz darauf, mit Lilium als Lieferant der Avioniksysteme, Flugsteuerungen und Elektromotoren zusammenzuarbeiten, die für die Steuerung und den Antrieb des revolutionären Elektrojets von Lilium verwendet werden“,

ergänzt Stéphane Fymat, Vice President und General Manager of Urban Air Mobility, Honeywell Aerospace.

Erste Lieferverträge für Lilium

Lilium wurde 2015 aus der Technischen Universität München heraus gegründet und entwickelt ein sogenanntes eVTOL-Flugzeug, das vollelektrisch senkrecht startet und landet. Im vergangenen Jahr ging das Startup über die Fusion mit einer ‚Special Purpose Acquisition Company‘ (SPAC) an die US-Technologiebörse Nasdaq. Dabei sicherte sich das Flugtaxi-Unternehmen rund 496 Millionen Euro (584 Millionen Dollar).

In den vergangenen Monaten machte das Unternehmen vor allem durch Absichtserklärungen zum Kauf seiner Jets auf sich aufmerksam. So will unter anderem Saudia, die nationalen Fluggesellschaft Saudi-Arabiens, 100 Lilium-Jets erwerben, die ASL Group mit sechs Lilium-Jets ein Lufttransitnetz in den Benelux-Staaten aufbauen und Helity Copter Airlines will fünf der Flugzeuge in Andalusien einsetzen. In Südfrankreich und Italien plant zudem Globeair den Einsatz von 12 der Jets. Das Startup will im kommenden Jahr mit der Produktion seines Senkrechtstarters beginnen.

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