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Mitarbeiterbeteiligung kommt in Startups langsam voran

Mitarbeiterbeteiligung kommt in Startups langsam voran

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

29. August 2022

2 Min. Lesezeit

Laut einer Bitkom-Umfrage, an der 148 Startups aus Deutschland teilnahmen, können es sich zudem weitere 40 Prozent der Startups vorstellen, in Zukunft eine Mitarbeiterbeteiligung umzusetzen. Lediglich 7 Prozent schließen dies hingegen grundsätzlich aus. Bitkom-Präsident Achim Berg erklärt dazu:

„International ist es üblich, dass Startups im Wettbewerb um Talente eine Beteiligung am Unternehmen anbieten. In Deutschland ist das noch zu selten der Fall, weil die gesetzlichen Vorschriften nicht praxistauglich sind und Mitarbeiterbeteiligungen unattraktiv machen. In ihrer Startup-Strategie verspricht die Bundesregierung Nachbesserungen, und die sind auch dringend notwendig.“

Für Deutschland gilt, dass MitarbeiterInnen, die am Startup beteiligt werden, steuerlich zur Kasse gebeten werden. Und zwar bevor sie ihre Beteiligungen überhaupt veräußert haben. Dies kann für sie aber zum Problem werden, und zwar dann, wenn ihre Beteiligungen an Wert verlieren, nachdem sie ihre Steuern und Abgaben bezahlt hatten. So ist es etwa erst vor Kurzem den deutschen MitarbeiterInnen des schwedischen Zahlungsdienstleisters Klarna ergangen, wie das Magazin „Finance Fwd“ berichtet. Viele Startups (78 Prozent) geben in der Umfrage des Digitalverbands dann auch an, dass es ihnen helfen würde, wenn die Politik Mitarbeiterbeteiligungen attraktiver gestalten würde.

Verschiedene Arten der Mitarbeiterbeteiligung

Am weitesten verbreitet sind sogenannte virtuelle Beteiligungen, die 41 Prozent der Startups nutzen (2021: 36 Prozent). Das sind „fiktive“ schuldrechtliche Stellungen, bei denen die Auszahlung an den Eintritt von bestimmten Bedingungen wie den Börsengang geknüpft ist. Nur 6 Prozent (2021: 7 Prozent) der Startups nutzen Anteilsoptionen, 3 Prozent setzen auf echte Anteile (2021: 2 Prozent).

15 Prozent der Startups, die auf eine Form der Mitarbeiterbeteiligung setzen, beziehen ausnahmslos alle Beschäftigten ein. In rund jedem Dritten (31 Prozent) gilt das Angebot ausschließlich für Führungskräfte. Und die Hälfte (54 Prozent) beteiligt sowohl Führungskräfte als auch ausgewählte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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