Munich Startup
Bosch, Cisco und ABB stampfen IoT-Startup Mozaiq ein

Bosch, Cisco und ABB stampfen IoT-Startup Mozaiq ein

Florian Deglmann

Florian Deglmann

Der Exil-Nürnberger erforschte bis April 2019 als Redakteur die Münchner Startup-Szene.

30. April 2019

2 Min. Lesezeit

Ofen aus bei Mozaiq: Das Joint Venture von Bosch, Cisco und ABB sollte einen Standard für vernetzte Geräte entwickeln. Über 10 Millionen Euro waren investiert worden. Nun wurde das Aus des Unternehmens bekannt.

Ursprünglich war das gemeinsame Projekt ins Leben gerufen worden, um einer grundlegenden Problematik von Smart-Home-Systemen zu begegnen: Geräte unterschiedlicher Hersteller sind nicht in der Lage, miteinander zu kommunizieren. Deshalb wollten Bosch, ABB und Cisco mit dem Startup Mozaiq einen einheitlichen Standard kreieren.

Startup fehlte der „lange Atem“

Nach vier Jahren am Markt gingen nun im März die Lichter aus. Gründerszene hatte bei Geschäftsführer Axel Godoy nachgehakt, dieser bestätigte das Ende. 20 Mitarbeiter zählte das Unternehmen bis dato. Diese waren verteilt auch die Standorte München, Frankfurt und Nizza.

Gegenüber Gründerszene begründete Godoy die Entscheidung, das Projekt an den Nagel zu hängen, folgendermaßen:

„Ein Startup besitzt vermutlich nicht den langen Atem, den man benötigt, bis sich ein Plattform-Geschäft im Consumer-IoT-Kontext finanziell trägt.“

Käufer für Mozaiq gesucht — Hoffnung für Mitarbeiter

ABB teilte dem Onlinemagazin auf Anfrage mit:

„Die Anwendungsmöglichkeiten der Plattform sind vielversprechend. Die noch nicht ausreichende Dynamik im Consumer-IoT-Markt bietet derzeit jedoch noch keine ausreichende Grundlage, um die Mozaiq-Plattform in der gegenwärtigen Aufstellung als Startup weiterzuführen.“

Nun suchen die Gesellschafter nach alternativen Einsatzmöglichkeiten für die Plattform. Laut Godoy sei es zum Beispiel der Übergang in eine andere Gesellschaft möglich. Derzeit werden potentielle Käufer für die Plattform gesucht. Sollte ein Investor gefunden werden, könnten auch die jetzigen Mitarbeiter aufatmen und im neuen Unternehmen beschäftigt werden, so Godoy.

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