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NuuEnergy erhält Millionenfinanzierung

NuuEnergy erhält Millionenfinanzierung

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

13. Juni 2025

3 Min. Lesezeit

NuuEnergy, ein 2023 gegründetes Energie-Startup aus München, kann eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Millionenhöhe erfolgreich zum Abschluss bringen. Zu den Investoren zählen der High-Tech Gründerfonds (HTGF), der Business Angel Club Better Ventures – darunter der Energieunternehmer Marco Vogt – sowie EnjoyVenture, Vireo Ventures und Bynd. Ziel der Finanzierung ist es, die Gründung und Expansion regionaler Fachhandwerksbetriebe zu beschleunigen und den gesamten Prozess von der individuellen Planung über Installation bis zur Wartung weiter zu digitalisieren.

Hintergrund der Geschäftsidee ist ein drängendes Problem der Energiewende: Der Umstieg auf Wärmepumpen erfolgt in Deutschland bisher nur schleppend. Gründe dafür sind unter anderem unzuverlässige InstallateurInnen, ein hoher Planungsaufwand sowie schwer durchschaubare Kostenstrukturen. Während viele digitale Anbieter vor allem auf schnelles Wachstum und Vertrieb setzen, mangelt es dem traditionellen Handwerk oft an Ressourcen für individuelle Beratung und Planung.

NuuEnergy positioniert sich in diesem Spannungsfeld als integrierter Anbieter: Das Unternehmen kombiniert die Vorteile digitaler Prozesse mit der Kundennähe und Fachkompetenz regionaler Handwerksbetriebe.

„Unsere Kunden wünschen sich einen lokalen Ansprechpartner, der sie durch den gesamten Prozess begleitet – mit höchster Qualität bei Planung, Installation und Service. Genau das bieten wir mit unseren regionalen Betrieben und einer digitalisierten Planung“,

erklärt Tobias Klug, Mitgründer und CEO von NuuEnergy, das Geschäftsmodell seines Unternehmens.

Regionale Handwerksbetriebe als Kern des Modells

Im Zentrum des Geschäftsmodells steht der Aufbau eigener, regional verankerter Fachbetriebe, die vollständig in die Organisationsstruktur von NuuEnergy eingebunden sind. Durch diese vertikale Integration sollen sich die verschiedenen Prozessschritte – von der Erstberatung über die Software-gestützte Planung und Förderabwicklung bis zur Installation und Wartung – effizient und kundenorientiert abbilden lassen.

„Wir sind die Antwort des deutschen Handwerks auf die großen digitalen Player, die nur den Verkauf im Blick haben, aber die Qualität hinten anstellen“,

ist sich Julia Rafschneider, Mitgründerin und CRO von NuuEnergy, sicher. Sie meint weiter:

„Unsere Handwerker sind keine Dienstleister, sie sind das Herzstück unseres Unternehmens. Sie sind die Experten, sie planen, installieren und machen exzellente Arbeit – wir liefern die Prozesse und die Technologie, um sie bestmöglich dabei zu unterstützen.“

Auch Investoren sehen in diesem hybriden Modell ein vielversprechendes Konzept zur Skalierung des Wärmepumpenmarkts in Deutschland. Johannes Weber, Principal beim HTGF, sagt dazu:

„Jedes Haus ist unterschiedlich und Sanierung skalierbar zu machen, ist eine Herausforderung. Wir sehen mit NuuEnergy die erste überzeugende Lösung, bei der Hand-in-Hand mit dem Handwerk ein Modell entsteht, mit dem Millionen Häuser auf die Wärmepumpe umsteigen können, ohne dass die Qualität auf der Strecke bleibt.“

Mit dem frischen Kapital will NuuEnergy jetzt seine regionalen Strukturen weiter ausbauen und gleichzeitig die Digitalisierung der Prozesse vorantreiben.

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