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Sind die Münchner bereit für mobile Payment?

Sind die Münchner bereit für mobile Payment?

Helen Duran

Helen Duran

Als Redakteurin ist die Wirtschaftsgeografin Helen Duran seit 2015 für Euch in der hiesigen Gründerszene unterwegs. Sie ist neugierig auf Eure spannenden Startup-Geschichten!

21. Januar 2018

2 Min. Lesezeit

Die Deutschen sträuben sich bislang ja eher gegen mobile Payment. Ein Luxemburger Startup will nun die Münchner davon überzeugen. Der europäische Zahlungsdienstleister Payconiq führt sein mobiles Zahlungssystem vorerst nur in München — unterstützt durch einen Popup-Store in der Maxvorstadt — ein.

Nur knappe drei Prozent der Girokontobesitzer nutzen eine Bezahlfunktion ihres Smartphones wie beispielsweise mittels Near Field Communication (NFC) oder einer App, die einen Bezahl-Code generiert. Das ergab eine Studie der Marktforschungsinstitutes forsa Anfang Januar. Die Akzeptanz gegenüber mobilem Bezahlen will Payconiq nun zumindest in der bayerischen Landeshauptstadt erhöhen.

Popup-Store um Berührungsängste zu nehmen

Die App des Startups ermöglicht es, Zahlungen in Geschäften und Überweisungen an Kontakte auf dem Smartphone zu erledigen. Payconiq verbindet sich mit dem vorhandenen Bankkonto, es wird kein separates Guthaben oder eine zusätzliche Karte benötigt. Im Geschäft genügt ein QR-Code, um den gewünschten Betrag auf das richtige Konto zu transferieren. Auch mit Freunden und Bekannten funktioniert der bargeldlose Geldtransfer.

München ist die erste Stadt Deutschlands, in der man den internationalen Zahlungsanbieter ausprobieren kann. Unterstützend eröffnet jetzt ein Popup-Store in der Türkenstrasse 67 in Maxvorstadt, in dem die Münchner das neue System live testen und sich weiterführend informieren können.

Die Wahl fiel ganz bewusst auf München. Max van Riel, Head of Business Development bei Payconiq Deutschland, begründet:

„München ist bekannt für seine Innovationen und deshalb folgerichtig ein passender Startpunkt für Payconiq in Deutschland.“

Maxvorstadt als Versuchsfeld

Der Zielgruppen-Fokus liegt zunächst auf den Szenevierteln Maxvorstadt und Schwabing-West. Hier werden bereits die ersten Cafés, Restaurants und Geschäfte mit der App verbunden. Auch Unternehmen aus München können den Pop-Up-Store nutzen — bei Veranstaltungen können Startups ihr Unternehmen pitchen.

In Belgien und Luxemburg nutzen 45.000 Geschäfte das System bereits. Es bleibt abzuwarten, ob sich die mobile Payment-Lösung hierzulande durchsetzen wird. Zum einen gibt es viele verschiedene Konkurrenzlösungen, zum anderen sind einige frühere Anbieter bereits an der deutschen Zurückhaltung hinsichtlich mobiler Bezahlmöglichkeiten gescheitert. Außerdem ist Wirecard in München der Platzhirsch im Bereich mobiles Bezahlen.

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