Das Münchner Defencetech Project Q hat eine Series-A-Finanzierungsrunde über 15 Millionen Euro abgeschlossen. Die Runde führt Expeditions an, das sein bestehendes Investment ausbaut. Auch Project A beteiligt sich erneut. Neu hinzu kommen der börsennotierte Rüstungskonzern Hensoldt sowie der Venture-Capital-Investor Heliad.
Project Q entwickelt technologische Lösungen für den Verteidigungs- und Sicherheitsbereich. Im Mittelpunkt steht die Open-Source-Plattform Hydris. Sie verbindet Sensoren, unbemannte Systeme, Führungs- und Missionssysteme sowie weitere Datenquellen in einer gemeinsamen Einsatzumgebung. Das Unternehmen verfolgt damit den Ansatz eines „Internet of Defence“ und will zivile Technologien wie Künstliche Intelligenz, Cloud und Sensorik für sicherheitskritische Anwendungen nutzbar machen.
Mit der Finanzierungsrunde beschleunigt Project Q die Entwicklung von Hydris. Die Plattform soll Streitkräften und Sicherheitsbehörden ermöglichen, marktverfügbare Technologien und bestehende Systeme schneller miteinander zu vernetzen. Offene Standards, KI-gestützte Datenverarbeitung, Edge Computing und Distributed Operations bilden dafür die technologische Grundlage.
Fokus auf technologische Souveränität
Project Q gründeten Leonard Wessendorff und Frank Christian Sprengel im Jahr 2024. Das Unternehmen verfügt über Standorte in München und Berlin. Mit Hydris verfolgt das Team das Ziel, herstellerunabhängige und interoperable Software für Sicherheits- und Verteidigungsanwendungen bereitzustellen und damit die technologische Souveränität Europas zu stärken.
Leonard Wessendorff, CEO und Co-Founder von Project Q, sagt:
„Das Vertrauen unserer Investoren ist für uns eine große Bestätigung. Besonders freut uns, dass die Finanzierung vollständig aus Europa kommt. Mit Hydris versetzen wir Streitkräfte und Sicherheitsbehörden in die Lage, neue Technologien und Fähigkeiten eigenständig zu integrieren, kontinuierlich weiterzuentwickeln und damit deutlich schneller auf veränderte Bedrohungslagen zu reagieren. So schaffen wir die Grundlage für mehr technologische Souveränität Europas.”
Mikolaj Firlej, General Partner und Co-Founder von Expeditions, meint:
„Eine einzige Spezialeinheit in einem europäischen Land kann über zehn verschiedene Kommunikationsmittel einsetzen, die nicht miteinander kompatibel sind. Wenn Europa als einheitliche Einsatzkraft agieren und schnellere Entscheidungszyklen als der Gegner durchlaufen will, ist eine tiefere Integration der vielen voneinander getrennten Systeme, die in mehr als 27 verschiedenen nationalen Systemen betrieben werden, unerlässlich. Project Q, unter der Leitung von Leonard und Philipp, ist das am weitesten fortgeschrittene Vorhaben, dieses Problem zu lösen und eine Interoperabilitätsschicht zu schaffen, die steuert, wie Systeme kommunizieren, sich integrieren und auf dem Gefechtsfeld Wirkung erzielen.“






