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Radical Dot sammelt 2,7 Mio. Euro ein

Radical Dot sammelt 2,7 Mio. Euro ein

Saskia Doll

Saskia Doll

7. März 2025

2 Min. Lesezeit

Radical Dot gibt den Abschluss seiner überzeichneten Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 2,7 Millionen Euro bekannt. Neben UVC Partners und Visionaries Tomorrow investierten Climatetech-Führungskräfte und Business Angels, darunter Jeremy Oppenheimer, Thomas Tuchscherer, Lord Adair Turner, Pjotr van Schothorst und Philippe Tardy. Das Kapital fließt in die Entwicklung eines Prototyps an der Technischen Universität München (TUM), um die Skalierung der Technologie voranzutreiben.

Das Startup wurde 2024 von Andreas Wagner und Alexandre Kremer gegründet. Radical Dot hat sich zum Ziel gesetzt, Kunststoffabfälle in wertvolle chemische Produkte umzuwandeln. Die eigens entwickelte Recyclingtechnologie nutzt ein katalytisches Niedertemperaturverfahren, das gemischte Kunststoffabfälle effizient verarbeitet und den Energieverbrauch erheblich reduziert.

Andreas Wagner, Mitgründer und CEO von Radical Dot, erklärt:

„Radical Dot leistet Pionierarbeit bei der Entwicklung einer neuen Recyclingtechnologie, die Abfälle in wertvolle, wettbewerbsfähige Chemikalien umwandelt und gleichzeitig die Emissionen drastisch reduziert.“

Investoren bescheinigen Radical Dot immenses Marktpotenzial

Die chemische Industrie ist für rund vier Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich und benötigt dringend skalierbare Lösungen zur Reduzierung fossiler Rohstoffe.

Amanda Birkenholz von UVC Partners betont:

„Radical Dot adressiert einen kritischen Marktbedarf, indem es Kunststoffabfälle in grüne Carbonsäuren umwandelt. Da sich die Industrie auf nachhaltige Lösungen verlagert, war die Nachfrage nach grünen Chemikalien noch nie so groß. Dies ist mehr als eine wirtschaftliche Chance – es ist eine Chance, den globalen Wandel voranzutreiben, indem wir Plastikabfälle reduzieren und eine nachhaltigere Zukunft für die chemische Industrie schaffen.“

Iris ten Have von Visionaries Tomorrow fügt hinzu:

„Im Gegensatz zu den meisten anderen Kunststoffrecyclingtechnologien, die energieintensiv und oft auf die Verarbeitung sehr sauberer Kunststoffe oder eines einzigen spezifischen Polymers beschränkt sind, ermöglicht die einzigartige Technologie von Radical Dot das Upcycling gemischter Kunststoffabfälle zu wertvollen Chemikalien mit günstigen Prozesskosten. Der innovative Ansatz von Radical Dot ist wettbewerbsfähig und hat das Potenzial, die Branche neu zu definieren – mit immensen wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen.“

Das Startup ist aus dem TUM Venture Lab Chemspace hervorgegangen und arbeitet an einer Technologieplattform, die langfristig bis zu 20 Prozent der globalen Kunststoffabfälle verwerten und jährlich mehr als 500 Millionen Tonnen CO₂ einsparen soll. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zur Transformation der chemischen Industrie.

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