Munich Startup
Series-A: 63 Millionen Euro für Scirhom

Series-A: 63 Millionen Euro für Scirhom

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

9. Juli 2024

3 Min. Lesezeit

Durch das neue Kapital soll die innovative therapeutische Strategie von Scirhom im Bereich der Autoimmunerkrankungen vorangetrieben und ausgeweitet werden. Die erste klinische Studie mit SR-878, einem hochspezifischen monoklonalen Antikörper gegen das Zielmolekül iRhom2, soll nach Unternehmensangaben in der zweiten Jahreshälfte 2024 beginnen.

„Richtiger Zeitpunkt, den nächsten Schritt zu gehen“

Das biopharmazeutisches Unternehmen Scirhom mit Sitz in Martinsried bei München hat sich zum Ziel gesetzt, eine neue Behandlungsstrategie für Autoimmunkrankheiten und andere potenzielle Indikationen zu etablieren, indem über iRhom2 selektiv an TACE/ADAM17, einem Hauptschalter für verschiedene, für Autoimmunkrankheiten relevante Signalwege, angesetzt wird. iRhom2 ist ein Protein, das in menschlichen Zellen vorkommt und eine wichtige Rolle bei der Regulation von Entzündungsprozessen spielt.

Dr. Jens Ruhe, Mitgründer, Managing Director und COO von Scirhom, meint zu aktuellen Finanzierungsrunde:

„Seit seiner Gründung hat Scirhom fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse generiert und Methoden angewandt, um eine führende Position im Bereich der auf iRhom2 abzielenden Biopharmazeutika zu etablieren. Dazu gehören ein umfassendes IND/CTA-fähiges Daten- und CMC-Paket sowie ein starker Patentschutz. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den nächsten Schritt zu gehen und unsere innovative und potenziell bahnbrechende therapeutische Strategie bis zum klinischen Wirksamkeitsnachweis und darüber hinaus voranzutreiben, um Patienten zu erreichen, die bessere Autoimmunbehandlungen benötigen.“

Auf der Grundlage positiver präklinischer Daten, die in vitro und in etablierten Tiermodellen für rheumatoide Arthritis (RA) und chronisch entzündliche Darmerkrankungen gewonnen wurden, hat Scirhom sein erstes Programm für die Erprobung in der klinischen Phase 1 vorbereitet. Ziel der Studie ist es, die Sicherheit des Wirkstoffs bei gesunden Probanden zu untersuchen und in einem zweiten Teil erste Hinweise auf die klinische Wirksamkeit zu liefern.

Wirksame Behandlungen für Autoimmunkrankheiten

Dr. Jan Poth, Managing Director und CEO von Scirhom, erklärt:

„Wir freuen uns, dass wir ein so hochkarätiges internationales Investorenkonsortium gewinnen konnten, und schätzen es sehr, dass unsere bestehenden Anteilseigner Scirhom in dieser entscheidenden Phase seiner Entwicklung unterstützen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren neuen und bestehenden Partnern und Aufsichtsratsmitgliedern, um Patienten eine alternative therapeutische Option zu ermöglichen und den bislang ungedeckten medizinischen Bedarf an wesentlich wirksameren und sichereren Behandlungen für Autoimmunerkrankungen zu decken.“

Hans-Ulrich Rabe, aktueller Beiratsvorsitzender und einer der vier Gründungsinvestoren, die über ihre Beteiligungsplattform Ventura Ace gemeinsam in Biotech-Startups investieren, meint weiter:

„Wir sind froh, Scirhom von der Gründung bis zur CTA-Zulassung unterstützt zu haben und freuen uns nun auf die Zusammenarbeit mit den neuen Investoren, um Scirhoms führenden Antikörper in die klinische Entwicklung zu bringen.“

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