Munich Startup
Eure Startups des Monats

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Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

30. November 2023

4 Min. Lesezeit

Gastimate Technologies
Platz 1: Den ersten Platz unserer ‚Startup des Monats‘ im November sichert sich Gastimate Technologies, auch bekannt unter dem Produktnamen Gasvisor, mit Sitz im Münchner Technologiezentrum. Das Münchner Startup konnte Anfang des Monats seine erste Finanzierungsrunde erfolgreich abschließen und 600.000 Euro einsammeln. Die Investorenrunde setzte sich dabei aus renommierten Business Angels aus dem DACH-Raum zusammen, angeführt von Jens Wesselmann und Nick Burmeister. Gastimate Technologies will mit seinem smarten IoT-Produkt Gasvisor dazu beitragen, dass der Füllstand von CO2-Gasflaschen ersichtlich wird und die Flaschen gleichzeitig digitalisieren. Auf diese Weise soll der Gasvisor dazu beitragen, die Verwaltung und Bestellung des CO2 zu automatisieren und zu vereinfachen. Die eingesammelten Mittel sollen nun dazu verwendet werden, das MVP-Produkt in die Serienproduktion zu überführen, es bei KundInnen einzuführen und bestehende Partnerschaften zu vertiefen. (Foto: Gastimate Technologies)
Franka Emika
Platz 2: Der zweite Platz im November geht an Agile Robots. Der in München ansässige Anbieter von Robotik-Lösungen hat Anfang des Monats die Übernahme von Franka Emika verkündet. Das 2016 gegründete Robotik-Unternehmen Franka Emika musste im August dieses Jahres Insolvenz anmelden, nachdem es sich keine Anschlussfinanzierung sichern konnte. Zeitgleich ermittelt die Staatsanwaltschaft München I wegen Subventionsbetrugs gegen das Startup, wie zuerst der Bayrische Rundfunk berichtete. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, dass die MitarbeiterInnen trotz erhaltenem Kurzarbeitergeld weiterhin in Vollzeit gearbeitet hätten. Nun übernimmt Agile Robots das angeschlagene Unternehmen für eine nicht genannte Summe. Laut Business Insider seien 33 Millionen Euro über den Tisch gegangen. Das Unternehmen plane, den Betrieb von Franka Emika mit seinen rund 100 MitarbeiterInnen fortzuführen. Auch wolle man in das weitere Wachstum des Unternehmens in Bayern investieren. (Foto: Franka Emika; Bildbeschreibung: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit dem Roboter Franka Production 3 von Franka Emika)
Die Celonis-Gründer Bastian Nominacher, Alexander Rinke und Martin Klenk (v.l.) Corporate Finance Award
Platz 3: Auch Celonis schafft es mit einer Übernahme in die ‚Startups des Monats‘. Wie Mitte November bekannt wurde, übernimmt das Münchner Unternehmen den Business-Process-Management-Spezialisten Symbio aus Aschheim. Die Kombination aus Process Mining (Celonis) und Business Process Management (Symbio) soll den sogenannten Mining-First-Ansatz ermöglichen. Dies bedeutet, dass Unternehmen die Prozessoptimierung in jeder Phase des Prozess-Lebenszyklus datengestützt umsetzen können – beginnend in der Konzeptionsphase. Zudem soll die Transformation bestehender Prozesse erleichtert werden, etwa indem diese mit allen Abläufen und Interaktionen analysiert werden. Anwender können dann ihren idealen Prozess auf Grundlage realer Daten entwickeln und beispielsweise redundante Schritte entfernen, Prozesse vereinfachen und Aufgaben standardisieren oder automatisieren. (Foto: Deutscher Zukunftspreis – Ansgar Pudenz)
Filu
Platz 4: Eine Finanzierungsmeldung katapultiert Filu auf den vierten Platz. Das Tiermedizin-Startup sicherte sich im November in einer Seed-Runde 5,1 Millionen Euro. Das Investment führten der Londoner VC DN Capital und der Münchner Healthtech VC YZR Capital an. Das Vimajo Family Office, sowie die bestehenden Filu-Investoren Rivus Ventures und Auxxo Female Catalyst Fund beteiligten sich ebenfalls. Anfang 2022 schlossen sich die drei GründerInnen Lena Naderer (CVO), Christian Köhler (CEO) und Justus Buchen (COO) zusammen, um gemeinsam den Tierarztbesuch zu einem echten Wohlfühlerlebnis für TiermedizinerInnen und TierhalterInnen zu gestalten. Im Februar eröffnete Filu die erste Tierarztpraxis in München, eine zweite und dritte sind bereits in Planung. (Foto: Filu)
Retorio
Platz 5: Das Münchner KI-Startup Retorio sammelte Mitte November neun Millionen Euro für sein personalisiertes KI-Coaching ein. Zu den neuen Investoren zählen unter anderem Squareone, Porsche Ventures und Storm Ventures. Mit dem frischen Kapital will das Team die Technologie rund um seine personalisierte KI-Coaching-Plattform ausbauen und die Expansion in die USA vorbereiten. Kern der Technologie von Retorio ist die Behavioral Intelligence, die erfolgreiche Verhaltensweisen von Vertriebs-, Service- und Führungspersonal per Videoanalyse erkennt und trainiert. (Foto: Retorio)

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