Munich Startup
Eure Startups des Monats

Eure Startups des Monats

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

31. Oktober 2024

3 Min. Lesezeit

Camperboys Off
Platz 1: Das Münchner Startup Off, vormals bekannt als Camperboys, hat Insolvenz angemeldet. Eine geplatzte Finanzierungsrunde machte diesen Schritt notwendig, die Gründer hoffen auf neue InvestorInnen. Die Campervermietung entstand 2016 als Projekt zweier Studenten und entwickelte sich zu einem erfolgreichen Traveltech-Unternehmen. Acht Jahre später scheint damit Schluss zu sein: Das Unternehmen hat beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist der Baker-Tilly-Partner Rechtsanwalt Dr. Alexander Fridgen. Das erklärte Ziel ist es, gemeinsam mit neuen InvestorInnen das Geschäft fortzuführen. (Foto: Camperboys GmbH)
Lanin Labs
Platz 2: Den zweiten Platz sichert sich diesen Monat Lanin Labs mit seinem Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“. Das Münchner Startup kümmert sich um inklusive Hautpflege und hat ein Pflegeserum entwickelt, das auf melaninreiche Haut spezialisiert ist. Melanin ist das biologische Pigment, was unter anderem für die Farbe der Haut verantwortlich ist. Vereinfacht gesagt: Je mehr Melanin, desto dunkler der Hauttyp. Dunklere Hauttypen haben den Vorteil, dass sie wesentlich langsamer altern. Gleichzeitig kann die Haut jedoch Feuchtigkeit und Wirkstoffe in den unteren Hautschichten schlechter aufnehmen, was häufig zu Trockenheit und Unreinheiten führt. Für 130.000 Euro bot Gründerin Azuka Stekovics in der Löwenhöhle 30 Prozent ihrer Unternehmensanteile an. Die LöwInnen zeigen sich von der Idee angetan, übten an der Ausführung aber einige Kritik. Ob es zu einem Deal gekommen ist? (Foto: RTL / Stefan Gregorowius)
Unio
Platz 3: Eine weitere Insolvenzmeldung schafft es in unsere monatlichen Top 5. Denn das Spacetech Unio hat beim Amtsgericht München einen Antrag auf Insolvenz gestellt und ist nun mit Hilfe seines vorläufigen Insolvenzverwalters auf der Suche nach neuen InvestorInnen. Auslöser für die Krise des Unternehmens war die ausbleibende Anschlussfinanzierung durch die Gesellschafter. Unio wurde 2022 als ein Joint Venture von Isar Aerospace (Entwicklung und Bau von Raketen), Reflex Aerospace (Bau von Satelliten) und Mynaric (Kommunikation mittels Laserstrahlen) sowie SES (Satellitenbetreiber) gegründet. Seitdem hat das Münchner Startup eine proprietäre Technologie entwickelt, die eine lückenlose Versorgung mit Hochgeschwindigkeits-Internet durch eine Kombination aus 5G-Telekommunikations- und Satelliten-Netzen ermöglichen soll. (Foto: Unio)
Inveox
Platz 4: Wir bleiben auch beim vierten Platz bei dem Thema Investorensuche. Denn auch das mehrfach preisgekrönte Münchner Startup Inveox ist insolvent und sucht nach einem Finanzierungsausfall nach neuen Geldquellen. Das Münchener Amtsgericht hat dem Insolvenzantrag stattgegeben und Rechtsanwalt Marc-André Kuhne zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Dieser hat in Kooperation mit dem M&A-Beratungsunternehmen Falkensteg bereits einen strukturierten Investorenprozess eingeleitet. Ziel ist es, die Technologie des Unternehmens und möglichst viele der 20 Arbeitsplätze zu erhalten. Inveox arbeitet seit 2017 an der Verbesserung der Bearbeitung von Gewebeproben, insbesondere für die Krebsdiagnostik, durch innovative Technologie. (Foto: Inveox)
Planqc
Platz 5: Der fünfte Platz geht in diesem Monat an Planqc und seiner neu eröffneten Firmenzentrale. In einem ehemaligen Baumarkt entwickelt und baut das Münchner Quantencomputing-Startup nun auf 1.400 Quadratmetern renovierter Labor- und Bürofläche Quantencomputer. Aktuell entstehen dort mehrere Rechner für staatliche Auftragnehmer. Die Quantencomputer von Planqc speichern Information in einzelnen Atomen, die Technologie basiert auf der preisgekrönten Forschung des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik (MPQ). Damit unterschiedet sich der Ansatz der Münchner auch von dem anderer Unternehmen. Denn im Gegensatz zu anderen Modellen funktionieren die Quantencomputer von Planqc auch bei Raumtemperatur, der benötigte Strom kommt aus der Steckdose. Zudem gilt der Ansatz der Münchner als besonders skalierbar und zeigt großes Potenzial auf dem Weg zum fehlerkorrigierten Quantencomputer. (Foto: Planqc)
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