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Tado wird zum Stromanbieter

Tado wird zum Stromanbieter

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

10. Mai 2024

2 Min. Lesezeit

Mit dem nun verfügbaren Hourly-Stromtarif sollen Tado-KundInnen bei einem Wechsel mit einem kostenoptimierten Verbrauch und der stundengenauen Abrechnung zum Einkaufspreis bis zu 35 Prozent ihrer jährlichen Stromkosten sparen können. Haushalte können mit den Energiemanagement-Lösungen von Tado den Stromverbrauch in die Stunden verlagern, in denen besonders viel Wind- und Sonnenenergie verfügbar ist. Zu diesen Zeiten ist der Energiepreis an der Europäischen Strombörse meist besonders günstig ist. Ist der Strompreis bei einem Überschuss grüner Energie negativ, sollen KundInnen für ihren Verbrauch sogar vergütet werden. VerbraucherInnen sollen so ihre jährlichen Energiekosten signifikant senken können. Gleichzeitig helfen sie dabei, dass weniger Grünstrom aus Wind- und Sonnenkraftwerken ungenutzt bleibt.

Philip Beckmann, CEO von Tado, erklärt:

“Der Ausbau erneuerbarer Energien führt zu immer volatileren Strompreisen über den Tagesverlauf – und zum Vormarsch stündlich dynamischer Stromtarife in Europa. Endkunden können damit erstmals von den Preisschwankungen profitieren. Sie bekommen den Strom stündlich genau abgerechnet, anstatt einen durchschnittlichen Strompreis an ihren Energieversorger zu bezahlen. Gemeinsam treiben wir so die Energiewende voran.”

Das neue Angebot ist für Haushalte in Deutschland und Österreich verfügbar. Zielgruppe sind NutzerInnen, die den Großteil ihres Energieverbrauchs flexibel verlagern können. Verschiedene Angebote von Tado sollen dabei zusätzlich helfen: So erlaubt es die Smart Charging App der Münchner beispielsweise, den Ladevorgang an der heimischen Wallbox so zu planen, dass nur bei niedrigen Energiepreisen geladen wird.

Für das neue Angebot kauft Tado über sein hundertprozentiges Tochterunternehmen Awattar den Strom stündlich genau an der Europäischen Strombörse ein und gibt die Preise plus Netzentgelte und Abgaben direkt an die KundInnen weiter. KundInnen erhalten jeden Monat eine Stromrechnung auf Basis des gemessenen Verbrauchs inklusive Netzrechnung. Das Wiener Startup Awattar wurde von Tado Anfang 2022 übernommen.

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