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Westwing schreibt 2018 erstmals schwarze Zahlen

Westwing schreibt 2018 erstmals schwarze Zahlen

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

19. März 2019

2 Min. Lesezeit

Der Online-Möbelhändler Westwing hat seine vorläufigen Zahlen für 2018 veröffentlicht. Das Münchner Unternehmen hat demnach 2018 erstmals Gewinne erwirtschaftet.

Am 9. Oktober letzten Jahres ist der Online-Möbelshop Westwing an die Frankfurter Börse gegangen. Im November hat das Münchner Unternehmen angekündigt, 2018 erstmals in der Firmengeschichte profitabel zu arbeiten. Dieses Ziel kann Westwing offenbar halten, so zeigen die vorläufigen Geschäftszahlen.

Starkes Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Das Ebitda, also der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, lag 2018 bei 3 Millionen Euro, die Umsätze bei 254 Millionen Euro. Das ergibt eine Ebitda-Marge in Höhe von 1,2 Prozent. Im Jahr 2017 lagen die Umsätze bei 220 Millionen Euro und das Ebitda bei -4 Millionen Euro. Die Marge lag bei -1,8 Prozent. Der Umsatz ist damit um 16 Prozent gestiegen, die Ebitda-Marge um 3 Prozentpunkte. Stefan Smalla, Gründer und CEO von Westwing, sagt:

„Wir freuen uns, dass wir profitabel gewachsen sind und unsere Ziele im Geschäftsjahr 2018 erreicht haben. Das verdanken wir sowohl unserem wachstumsstarken und profitablen DACH-Geschäft als auch Fortschritten in unseren internationalen Märkten. Wir werden uns weiterhin darauf konzentrieren, das herausragende Westwing-Kundenerlebnis weiter zu verbessern.“

Mehr als die Hälfte seines Umsatzes erwirtschaftete Westwing 2018 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dort konnte mit 36 Prozent auf 133 Millionen Euro auch ein besonders starkes Umsatzwachstum erzielt werden. Die Ebitda-Marge lag in der DACH-Region sogar bei über 4 Prozent.

Negativ entwickelte sich dagegen der italienische Markt: Dort sanken die Umsätze in der Vergangenheit im zweistelligen Bereich. Anfang 2018 führte das Unternehmen dort deshalb ein Rebranding durch. Ohne Italien betrug das Umsatzwachstum von Westwing im Geschäftsjahr 2018 24 Prozent.

Auch 2019 erwartet Westwing steigende Umsätze

Das Unternehmen führt seinen Erfolg vor allem auf seine loyale Kundschaft zurück: 81 Prozent der Bestellungen im Geschäftsjahr 2018 entfielen auf Bestandskunden. Insgesamt verfügt das Unternehmen über rund 934.000 aktive Kunden, die 2018 durchschnittlich 312 Euro ausgaben.

Auch für 2019 rechnet das von Delia Fischer, Stefan Smalla, Tim Schäfer, Matthias Siepe und Georg Biersack gegründete Unternehmen mit einem Umsatzwachstum und einer bereinigten Ebitda-Marge auf dem Niveau von 2018.

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