Munich Startup
Zählerfreunde schließt Pre-Seed-Finanzierung ab

Zählerfreunde schließt Pre-Seed-Finanzierung ab

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

14. Oktober 2022

2 Min. Lesezeit

Ein Smart Meter ist ein digitaler und internetfähiger Stromzähler, der alle 15 Minuten den Stromverbrauch eines Haushaltes misst. Die Daten speichert das Gerät rund 60 Kalendertage lang. Über seine Kommunikationsfunktion kann der Smart Meter Daten wie etwa den Stromverbrauch an den Netzbetreiber übermitteln. Durch das Messstellenbetriebsgesetz von 2016 werden Smart Meter langsam zur Pflicht, beginnend bei den größten Verbrauchern. Stromkunden mit einem Verbrauch von 6.000 bis 10.000 kWh werden von 2020 bis 2027 umgerüstet, ab 2032 gilt dann für alle Messstellen die Smart-Meter-Pflicht.

Zählerfreunde will es den Verbrauchern mit seiner Plattform ermöglichen, nachhaltige Mehrwerte aus den neuen Stromzählern zu ziehen. Eine kostenlose Verbrauchsvisualisierung und intelligente Algorithmen sollen dabei helfen, das eigenen Nutzungsverhalten besser zu verstehen und dadurch den Energieverbrauch und CO2-Emmissionen zu reduzieren. Weitere Funktionen wie beispielsweise die Möglichkeit zum automatischen Tarifwechsel zu Ökostromanbietern oder individualisierte Tipps zum Senken des Verbrauchs sollen zusätzliche Mehrwerte liefern.

Zählerfreunde erst seit kurzem am Markt

Ziel des Münchner Startups ist es, auf diese Weise ein datengetriebenes Ökosystem für die gesamte Energiewirtschaft zu schaffen. Partnerschaften sollen es ermöglichen, sämtliche Dienstleistungen und Produkte auf der Plattform personalisiert anzubieten und gleichzeitig technisch zu integrieren. Verschiedene Services würden so nicht nur so effizienter vermittelt, sondern können direkt über die Plattform visualisiert und gesteuert werden.

Tobias Keussen, CEO und Mitgründer von Zählerfreunde, erklärt:

„VerbraucherInnen müssen aktuell Rekordsummen für ihren Strom zahlen. Dabei wollen sie eigentlich Geld sparen und nachhaltiger werden, wissen aber meist nicht wie. Mit unserem Angebot bieten wir eine einfache Möglichkeit, den eigenen Verbrauch zu überwachen und nachhaltig zu optimieren. Unsere Plattform ist erst seit kurzem auf dem Markt und wir haben bereits mehrere hundert NutzerInnen. Großes Interesse Seitens Unternehmen und PrivatverbraucherInnen ist also vorhanden.“

Die nun abgeschlossene Pre-Seed-Finanzierung soll dem Startup dabei helfen, sein Team weiter auszubauen. Das Geld stammt unter anderem von dem Venture Builder Enpulse, der sich als 100-prozentige Tochter der EnBW auf Startups im Bereich der Energiewende und nachhaltiger Infrastruktur konzentriert. Weitere Investoren sind der Impact-Investor Capacura sowie der Business Angel Erich Wex. Die Höhe der Finanzierungsrunde wurde nicht kommuniziert.

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