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Futurail: Autonome Züge für die Schiene der Zukunft

Futurail: Autonome Züge für die Schiene der Zukunft

Saskia Doll

Saskia Doll

24. Dezember 2025

3 Min. Lesezeit

Munich Startup: Was macht Futurail? Welches Problem löst Ihr?

Alex Haag, CEO Futurail: Futurail entwickelt ein autonomes System für fahrerlose Züge, das den öffentlichen Nahverkehr häufiger, zuverlässiger und effizienter macht. Unser Ziel ist es, die Verlagerung von der Straße auf die Schiene zu beschleunigen und so die Mobilität für alle zu verbessern, während gleichzeitig die Kohlenstoffemissionen gesenkt und ein nachhaltigeres Verkehrsnetz gefördert werden.

Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!

Alex Haag, CEO Futurail: Nicht wirklich. Es gibt bereits autonome U-Bahnen, aber nur in geschlossenen Umgebungen auf begrenzten Strecken. Wir gehen einen Schritt weiter und ermöglichen vollständig fahrerlose Züge auf allen Strecken.

Von Tesla zur Schiene: Die Gründung von Futurail

Munich Startup: Was ist Eure Gründungsstory?

Alex Haag, CEO Futurail: Mein Weg hat sich immer an der Schnittstelle von Robotik, Automatisierung und Mobilität abgespielt – vom Aufbau meines ersten Robotik-Unternehmens über die Leitung des Autopilot-Teams von Tesla im Silicon Valley bis hin zur Skalierung der selbstfahrenden Tochtergesellschaft von Audi (AID/Argo AI) als CTO und Geschäftsführer von 0 auf 300 Mitarbeiter.

Doch während sich die autonome Technologie bei Autos rasant weiterentwickelte, wurde mir klar, dass Schienenverkehr, obwohl er viermal CO2-effizienter ist als Autos, übersehen wurde. Die Branche leidet unter Personalmangel und betrieblichen Ineffizienzen, und doch ist sie der Schlüssel zu einer nachhaltigeren Zukunft.

Und so wurde Futurail geboren. Mit dem Ziel, die Autonomie der Züge zu fördern und die Verlagerung von der Straße auf die Schiene voranzutreiben. Glücklicherweise teilten Max und Patrick diese Vision und bauten gemeinsam mit mir ein erstklassiges und ehrgeiziges Team auf, um dies zu verwirklichen.

Munich Startup: Was waren bisher Eure größten Herausforderungen?

Alex Haag, CEO Futurail: Die Eisenbahnindustrie ist stark reguliert, was die Einführung von Innovationen auf dem Markt komplex macht. Sicherheit ist zwar unsere oberste Priorität, aber die Zertifizierung ist eine Herausforderung. Glücklicherweise verfügt unser Team über fundiertes Fachwissen im Bereich der Zertifizierung autonomer Fahrzeuge und hat einen klaren Plan für die Zukunft.

Seedrunde für 2025 in Planung

Munich Startup: Wo möchtet Ihr in einem Jahr stehen, wo in fünf Jahren?

Alex Haag, CEO Futurail: Wir starten in diesem Jahr unsere Seed-Runde. Unser Ziel ist es, in einem Jahr unsere Finanzierungsrunde erfolgreich abzuschließen, unser Team zu erweitern, die Produktentwicklung voranzutreiben und Kundenpartnerschaften zu stärken.

In fünf Jahren werden wir über ein zertifiziertes Produkt verfügen, das auf mehreren Zügen kommerziell im Einsatz ist. Wir sehen Futurail als den bevorzugten Partner für autonome Zugtechnologie, der weltweit daran arbeitet, fahrerlose Züge in großem Maßstab einzusetzen.

Munich Startup: Wie habt Ihr den Startup-Standort München bisher erlebt?

Alex Haag, CEO Futurail: München ist ein großartiger Ort, um ein Unternehmen zu gründen. Als wichtige Drehscheibe für Mobilität und Innovation bietet München ein starkes Ökosystem aus Investoren, Talenten und Industriepartner. Der Umzug ins Werk1 war ebenfalls eine fantastische Erfahrung, die uns die Möglichkeit gab, Teil der lebendigen Community zu sein und von ihr zu lernen.

Munich Startup: Öffis oder Fahrrad?

Alex Haag, CEO Futurail: Gute Frage, lasst es mich so ausdrücken: Innerhalb der Stadt komme ich mit dem Fahrrad überall hin. Ich bin aber ein großer Fan des öffentlichen Nahverkehrs und fahre, wann immer möglich, mit dem Zug – sei es zum Skifahren, zu Besuch bei der Familie in Frankreich oder einfach zum nachhaltigen Reisen.

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