Munich Startup
Meliodays Medical: Hormonfrei gegen Menstruationsschmerzen

Meliodays Medical: Hormonfrei gegen Menstruationsschmerzen

Saskia Doll

Saskia Doll

7. April 2025

2 Min. Lesezeit

Munich Startup: Was macht Meliodays? Welches Problem löst ihr?

Simone Sabbione, Meliodays Medical: Wir entwickeln die erste hormonfreie, lokal wirkende Behandlung gegen Menstruationsschmerzen.

Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!

Simone Sabbione: Tatsächlich nein. Das hat auch unsere umfassende Patentrecherche im Jahr 2022 bestätigt. Es wurde noch nie untersucht, was passiert, wenn ein klassisches Schmerzmittel wie Ibuprofen direkt in die Gebärmutter eingebracht wird. Genau das ist unser Ansatz: Mit MelioOne entwickeln wir eine Spirale, die statt Hormonen ein Schmerzmittel lokal abgibt.

„Wenn Männer Menstruationsschmerzen hätten, wäre das längst gelöst“

Munich Startup: Was ist eure Gründungsstory?

Simone Sabbione:  Ich habe Meliodays gemeinsam mit meinem Bruder Benjamin und meinem Mann Martin gegründet. Für Martin ist es bereits das dritte Startup, und Benjamin ist Gynäkologe. Als ich mit ihm über Menstruationsschmerzen sprach, sagte er: „Wenn Männer Menstruationsschmerzen hätten, wäre das längst gelöst.“ Dieser Satz hat in mir nicht nur Wut ausgelöst, sondern auch eine starke Motivation, einen besseren Behandlungsstandard zu schaffen. So entstand die Idee zu MelioOne.

Munich Startup: Was waren bisher eure größten Herausforderungen?

Simone Sabbione: Die erste und bislang größte Herausforderung war es, erste InvestorInnen von unserer Idee zu überzeugen. Danach wurde vieles deutlich einfacher – und schließlich konnten wir Anfang 2025 eine überzeichnete Pre-Seed-Runde erfolgreich abschließen.

Munich Startup: Wo möchtet ihr in einem Jahr stehen, wo in fünf Jahren?

Simone Sabbione: In einem Jahr wollen wir mit den präklinischen Studien starten und unsere Seed-Runde abgeschlossen haben. In fünf Jahren soll MelioOne nach einem erfolgreichen Markteintritt in den USA auch in Europa die Zulassungen durchlaufen haben.

„Man fühlt sich nie allein“

Munich Startup: Wie habt ihr den Startup-Standort München bisher erlebt?

Simone Sabbione: Dank der hohen Dichte an Startup-Events und -Hubs ist der Austausch mit anderen GründerInnen hier jederzeit möglich. Das inspiriert und gibt Rückhalt – gerade auf dem nicht immer einfachen Weg einer Unternehmensgründung. Man fühlt sich nie allein, und das hilft enorm.

Munich Startup: Hidden Champion oder Shooting Star?

Simone Sabbione: Open Champion.

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