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Nethansa: Automatisierung für Amazon-Verkäufer

Nethansa: Automatisierung für Amazon-Verkäufer

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

6. Dezember 2019

3 Min. Lesezeit

Nethansa macht mit seiner Plattform Clipperion Händlern auf Amazon das Leben leichter. Wir haben dem in München ansässigen Unternehmen mit Wurzeln in Polen unsere 7 Fragen gestellt.

Munich Startup: Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch und Eure Dienstleistung bitte kurz vor!

Nethansa: Nethansa ist der führende Anbieter von KI-gesteuerten E-Commerce-Automation-Lösungen. Unsere SaaS-Software Clipperon ist die einzige E-Commerce-Plattform, die den Handel auf Amazon über den gesamten Kunden-Lebenszyklus hinweg und in allen Bereichen des Handels automatisiert und optimiert: von Pricing, Vertrieb, Steuern, Logistik bis hin zu Retouren-Management und Kunden-Service. Unsere Zielkunden sind alle Händler und Markenhersteller, die auf Amazon verkaufen oder den größten Marktplatz der Welt als weiteren Absatzkanal für sich erschließen möchten. Unsere Mission: Mit Nethansa kann jeder zum globalen Händler werden.

Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!

Nethansa: Das ist keine Frage. Aber im Ernst: Wie oben gesagt, gibt es noch keine andere Plattform-Lösung, die wirklich den kompletten Handelsprozess auf Amazon automatisiert und optimiert. Unsere Software Clipperon handelt tatsächlich weitgehend automatisch — und das viel effizienter und schneller, als das Menschen je könnten.

Munich Startup: Was sind die drei Hauptzutaten für Euer Erfolgsrezept?

Nethansa: Eine Software mit Alleinstellungsmerkmal und KI, ein gutes internationales Team mit jeder Menge Erfahrung in Handel und E-Commerce — und die Kombination mit dem größten Marktplatz der Geschichte.

Auf der Suche nach Skalierungsmöglichkeiten

Munich Startup: Butter bei die Fische: Wie läuft das Geschäft?

Nethansa: Steil nach oben — im Jahr 2020 rechnen wir allein in unserem Mutterland Polen mit 60 neue Kunden. Dazu kommen ca. 20 neue Kunden in Deutschland. 2020 wird Clipperon außerdem auch als reine SaaS-Version verfügbar sein. Das heißt, dass Clipperon in diesem Modell nicht wie bisher als Service/Software-Paket verkauft wird, sondern auch als reine Softwarelösung ohne Service. In diesem Modell ist Clipperon bereits ab 99 Euro im Monat erhältlich und richtet sich vor allem an bereits auf Amazon aktive Händler. Außerdem richtet sich dieses Subscription-Modell auch an die kleinen der weltweit mehr als 5.000.000 Amazon-Verkäufer. Für Nethansa ergeben sich daraus ganz neue Skalierungsmöglichkeiten.

Munich Startup: Was bedeutet München für Euch?

Nethansa: Deutschland ist als größter europäischer Amazon-Markt für die Expansionspläne von Nethansa der nächste große und logische Schritt. In München sitzen wir quasi gegenüber dem Amazon-Deutschland-Headquarter, was den Kontakt erleichtert. Die Standortfaktoren spielen auch eine Rolle: Die Startup-Szene und die Fördermöglichkeiten sind exzellent. Lediglich die Parkplatzsuche und die hohen Mieten bringen die Belegschaft (neben Bayern sind hier besonders auch Menschen aus NRW, Franken und der Kurpfalz stark vertreten) oft an ihre Grenzen.

Munich Startup: Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Nethansa: Wenn uns vorher kein großer Fisch schluckt, ist die Verwandlung in ein Einhorn durchaus eine Option.

Munich Startup: Isar oder Englischer Garten?

Nethansa: Beides ist ja nah bei einander, wir sind allerdings eher Wasser-affin: Nethansa kommt ja aus Danzig und hat daher viele ausgezeichnete Segler in seinen Reihen. Bis zur Isar hat es allerdings noch keiner mit seinem Boot geschafft. Die Kollegen kommen in der Regel mit dem Flugzeug an die Isar oder den Englischen Garten — oft aber auch einfach zu Amazon, wo es ja keine Stellplätze für Boote gibt.

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