Munich Startup
DeltaVision: Das Herz-Kreislaufsystem für Raketen, Raumschiffe und mehr

DeltaVision: Das Herz-Kreislaufsystem für Raketen, Raumschiffe und mehr

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

20. November 2023

2 Min. Lesezeit

DeltaVision wurde 2022 von Denis Kiefel, Alex Plebuch und Matthias Günther gegründet. Zum Produktportfolio des Startups zählen Magnetventile, Druckventile und elektromotorische Druckregler, die für die Regulierung von kryogenen und Hochdruckflüssigkeiten eingesetzt werden. Dazu zählen etwa Methan und flüssiger Wasserstoff, die als Raketentreibstoff verwendet werden, und Sauerstoff, der dabei als Oxidator eingesetzt wird. Hinzu kommen Technologien zur Zustandsüberwachung und vorausschauenden Wartung von Ventilen und intelligenten Standardisierung.

Die Komponenten können neben dem Einsatz in der Raumfahrt aber auch in Mobilitätsanwendungen verwendet werden. Damit kann das Startup auch die Rolle von Wasserstoff für die Verkehrswende unterstützen, von der Nutzung in Lkw bis hin zu H2-getriebenen Flugzeugen.

„Absolut am Rande der Physik“

Munich Startup: Was macht Euer Startup? Welches Problem löst Ihr?

DeltaVision: Wir sind Spezialisten für Ventile, Pumpen, Druckregler und mehr – also das Herz-Kreislaufsystem von zukünftigen Raketen, Raumschiffen, Raumstationen und auch Flugzeugen. Diese Technologie ist hart und wir bringen sie auf ein neues, kommerzielles Level, das es global maximal in den USA zu finden gibt.

Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!

DeltaVision: Es gab ja auch elektrische Autos vor Tesla.

Munich Startup: Was ist Eure Gründungsstory?

DeltaVision: Wir haben sehr spezielle Lösungen für große Europäische Raumfahrtprogramme in diesem Feld erarbeitet und festgestellt, dass es systematischer Lösungen bedarf. Diese liefern wir – und bald global führend.

Munich Startup: Was waren bisher Eure größten Herausforderungen?

DeltaVision: Unsere erste große Produktauslieferung sind gleich Prototypen der Hauptventile für ein kryogenes Triebwerk einer Mondlandefähre gewesen. Absolut am Rande der Physik.

Munich Startup: Wo möchtet Ihr in einem Jahr stehen, wo in fünf Jahren?

DeltaVision: In einem Jahr haben wir Produkte im Weltraum und in 5 Jahren sind wir global aktiv und ein Hidden Champion.

Munich Startup: Wie habt Ihr den Startup-Standort München bisher erlebt?

DeltaVision: Der Standort ist stark – viel Talent und viele Möglichkeiten.

Munich Startup: Risiko oder Sicherheit?

DeltaVision: Team Risiko, so wie alle Startups.

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