Munich Startup
Devanthro-Gründerin Alona Kharchenko gewinnt bei Women TechEU

Devanthro-Gründerin Alona Kharchenko gewinnt bei Women TechEU

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

7. November 2024

2 Min. Lesezeit

Devanthro ist ein in München ansässiges Robotik- und KI-Unternehmen, das Robodies entwickelt – Roboter-Avatare für den Altenpflegemarkt. Durch die Kombination von Robotik, KI, AR und 5G werden diese zu menschlichen Roboter-Avataren, die es ihren BedienerInnen ermöglichen, ihre Sinne, Handlungen und Präsenz überall auf der Welt zu teleportieren. So werden die Robodies zu Multiplikatoren für Pflegekräfte und ermöglichen ihnen, gemeinsam mit lokalen HelferInnen Schutz und kontinuierliche Unterstützung zu bieten, während sie den persönlichen Kontakt zu den Menschen in der Gemeinschaft aufrechterhalten.

Das Startup ist aus dem Roboy-Projekt der TU München hervorgegangen und zählt auch die Charité Berlin, die University of Oxford und die Diakonie zu ihren Partnern. Ein früher Prototyp ist zudem Teil der Dauerausstellung im Deutschen Museum in München.

Nun wurde Co-Founderin Alona Kharchenko von Women TechEU ausgezeichnet. Das Programm richtet sich an europäische Startups im Bereich der Spitzentechnologie, die von Frauen gegründet oder mitbegründet wurden und die eine Führungsposition innehaben. In regelmäßigen Abständen können diese sich bewerben und auf einen Zuschuss von 75.000 Euro und ein individuelles Unternehmensentwicklungsprogramm hoffen, das unter anderem Mentoring, Coaching und gezielte Schulungen umfasst. Insgesamt will Women TechEU so bis Ende 2025 160 Begünstigte fördern.

Devanthro konnte sich gegen insgesamt 820 Bewerber aus 38 Ländern durchsetzen. Die meisten Bewerbungen stammten dabei aus der Türkei, Großbritannien, Spanien, Deutschland und Frankreich. Es gingen Bewerbungen aus über 15 Branchen ein. Mehr als die Hälfte der antragstellenden Startups fielen in die Kategorie „Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen (einschließlich Big Data)“. Die nächstbeliebten Sektoren waren „Biotechnologie, Biowissenschaften und Agritech“ und „Nachhaltige Energie, saubere Technologien und Greentech“. Insgesamt wurden 40 Siegerinnen ausgewählt.

Die nächste Gelegenheit für eine Bewerbung für Women TechEU soll bald beginnen. Weitere Informationen hierzu bietet das Programm auf seiner Webseite an.

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