Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.
Platz 1: Auf dem ersten Platz landet im ersten Quartal 2024 Bobbie. Das Münchner Baustoffhandel-Startup brachte in Q1 einen wilden Ritt hinter sich: Zunächst musste es einen Insolvenzantrag stellen, da es ihm nicht gelang, genügend Geld für ein Anschlussfinanzierung einzusammeln. Einen viralen Linkedin-Beitrag später war jedoch ein neuer Investor gefunden. Laut Aussage von Bobbie sichern dessen Mittel die Liquidität des Unternehmens auf Jahre. Das erste Geld floss dabei so schnell, dass die Gründer die Insolvenzanträge bereits zurückziehen konnten. Euch interessierte das Schicksal des Startups so sehr wie keine andere Story im ersten Quartal. (Bild: Bobbie)Platz 2: Eine weitere Geschichte mit glücklichem Ende landet auf Rang zwei. Das Münchner Unternehmen Noyes Technologies fand nach seiner Insolvenz Ende vergangenen Jahres einen Käufer. Das Startup hat in den letzten Jahren ein vollautomatisches, KI-basiertes und modular aufgebautes Lagersystem entwickelt. Die Lösung benötigt nur wenig Platz und ist damit vor allem für kleine Flächen etwa in Großstadtlagen geeignet. In der österreichischen Knapp-Unternehmensgruppe fanden die Münchner jedoch einen Käufer. Zum 1. Februar konnte die neu gegründete Knapp Nano Warehousing Beteiligungs GmbH den Geschäftsbetrieb von Noyes Technologies übernehmen. Unter dem neuen Namen Noyes Robotics wird der Betrieb nun weitergeführt, alle 19 Angestellten am Standort München konnten dabei übernommen werden. (Bild: Noyes Technologies)Platz 3: Ebenfalls auf dem Treppchen steht in diesem Quartal Freewaycamper. Das Münchner Camping-Startup fusionierte mit Campiri aus Tschechien. Beide Unternehmen wollen ihre Kompetenzen bündeln, um in den kommenden drei Jahren in Europa eine führende Rolle in der Branche zu übernehmen. Durch den Zusammenschluss mit Campiri will Freewaycamper nicht nur die leistungsstarke IT-Plattform des tschechischen Startups nutzen, sondern sich auch einen Zugang in den stark wachsenden mittel- und osteuropäischen Markt sowie nach Spanien sichern, wo Campiri bereits seit 2022 tätig ist. Alle vier Co-Founder sind Teil des gemeinsamen Unternehmens, Nikolai Voitiouk-Blum und Lukáš Janoušek bleiben Co-CEOs. Julia Blum wird als CXO fungieren und Paul Tesar als CPTO. (Bild: Freewacamper)Platz 4: Auf dem vierten Rang finden wir in diesem Quartal eine Finanzierungs-News. Das Münchner Startup Atmen – früher bekannt unter dem Namen Point Twelve – konnte erfolgreich seine Pre-Seed-Runde abschließen und 1,3 Millionen Euro einsammeln. Das Regulation-Tech-Unternehmen hat eine IoT- und SaaS-Plattform entwickelt, die es Herstellern energieintensiver Güter ermöglicht, ihre Produktion effizienter zu zertifizieren. Die Pre-Seed-Runde wird von Revent angeführt, mit einer Co-Investition von Vireo Ventures. Zudem beteiligen sich UnternehmerTUM und verschiedene Angel-Investoren. (Bild: Atmen)Platz 5: Wir hatten schon länger nichts mehr von Clearops gehört, darum haben wir nachgefragt: Wie läuft es eigentlich bei euch? Und die Antwort des Logistik-Startups hat Euch so sehr interessiert, dass sie es in die Top 5 geschafft hat. Im Update-Interview erzählt Gründer William Barkawi von den Herausforderungen der letzten Jahre und teilt seine drei wichtigsten Learnings. Außerdem erklärt er, warum Cleraops lange Zeit auf Investoren verzichtet hat, sich jetzt aber doch auf die Suche macht. (Bild: Clearops)
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